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Australien: KI hackt sich in staatliches Gesundheitsportal

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Wieder Probleme mit OpenAI
©Afp, APA, ANDREJ IVANOV
Ein autonomes KI-Programm des US-Unternehmens OpenAI ist nach australischen Angaben auf eine Webseite der Regierung eingedrungen. Der auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Agent habe auf öffentliche und nicht öffentliche Dateien der für Gesundheits-Statistikbehörde zugegriffen, sagte Australiens Premier Anthony Albanese am Mittwoch in New York. Er habe mit OpenAI-Chef Sam Altman geredet, "um die große Besorgnis Australiens über diesen Vorfall zum Ausdruck zu bringen".

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Albanese zufolge ereignete sich der Vorfall bereits im Juni. Dabei habe das Programm, das Informationen über öffentliche Gesundheitsausgaben sammeln sollte, auf Statistiken der staatlichen Krankenversicherung zugegriffen. "Den derzeit vorliegenden Erkenntnissen zufolge wurde das Netzwerk nicht umfassend kompromittiert. Dennoch ist diese Situation natürlich inakzeptabel." OpenAI betonte, dass keinerlei Patientendaten abgeflossen seien.

Albanese kritisierte darüber hinaus, dass OpenAI diesen Vorfall aus dem vergangenen Juni erst vor etwa zwei Wochen den australischen Behörden gemeldet habe. Ein weiterer Schwerpunkt der laufenden Untersuchungen sei, warum die australischen Cybersicherheitssysteme nicht Alarm geschlagen hätten. Außerdem wollten die Forensiker herausfinden, welche anderen Regierungssysteme betroffen sein könnten, sagte er weiter.

Die Veröffentlichung dieses Vorfalls fiel mit einer Anhörung führender Experten im UNO-Sicherheitsrat zu den Gefahren Künstlicher Intelligenz (KI) zusammen. Dabei riefen die Chefs der US-Startups Anthropic und OpenAI, Dario Amodei und Sam Altman, die Staatengemeinschaft zur Kooperation auf, um eine drohende Auslöschung der Menschheit zu verhindern. Altman sagte am Mittwoch in New York, das aktuelle Stadium der KI-Entwicklung erfordere "äußerste Vorsicht". Die Branche dürfe "nicht zu viel technologisches Risiko akzeptieren, nur weil die Vorteile zu groß und zu wichtig sind, um das Tempo zu drosseln", sagte er. Amodei versicherte in einer Videoansprache: "Wir werden das Tempo so weit drosseln wie nötig, damit jede weitere von uns veröffentlichte KI-Technologie tatsächlich sicher ist."

Amodei und Altman hatten kürzlich bereits für eine langsamere Entwicklung von KI plädiert. Grund waren mehrere Zwischenfälle, bei denen KI-Systeme aus ihren Testumgebungen ausbrachen und über das Internet andere Unternehmen oder Plattformen attackierten. Das schürte Befürchtungen vor womöglich unkontrollierbaren KI-Modellen. Kein Staatschef, kein Unternehmen und keine Nation kann das allein bewältigen", betonte Amodei. Ein ehemaliger Manager des Internetkonzerns Google warnte, KI könnte bei Minderjährigen größere psychische Schäden anrichten als Soziale Medien. Er forderte wie Amodei und Altman eine Drosselung des Entwicklungstempos.

In den vergangenen Monaten hatten sich hoch entwickelte KI-Programme - sogenannte KI-Agenten, die Aufgaben weitgehend eigenständig erledigen - wiederholt verselbstständigt. Sie umgingen Sicherheitsvorkehrungen und drangen in die IT-Systeme Dritter ein. US-Präsident Donald Trump lehnt eine verschärfte Regulierung der KI-Branche dennoch ab. Die Warnungen vor den Gefahren der Technologie seien ein "Schwindel" und spielten China in die Hände. Die USA und die Volksrepublik liefern sich einen Wettstreit um die Führung bei dieser Zukunftstechnologie.

Das Thema KI wird voraussichtlich beim aktuellen Treffen zwischen Trump und Chinas Staatspräsident Xi Jinping eine Rolle spielen. Flankiert wird der Gipfel von einem Staatsbankett am Donnerstag, an dem auch die Chefs von US-Technologiekonzernen wie Apple, Nvidia und OpenAI teilnehmen sollen.

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