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Mindestens ein Toter bei massivem Raketenangriff auf Kiew

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Der Angriff richtete große Schäden an
©APA/APA/AFP/SERHII OKUNEV
Russland hat die Ukraine bei dem jüngsten Angriff nach Angaben aus Kiew mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn attackiert. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte Russland in der Nacht 41 Raketen ein, wovon 18 abgefangen wurden. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem Toten und 16 Verletzten. Zudem seien 108 von insgesamt 125 russischen Drohnen abgeschossen worden. Die Ukraine griff ihrerseits Russland mit Drohnen an.

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Im Zentrum der Dreimillionenstadt Kiew waren in der Nacht auf Sonntag Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, zu hören. Dies berichtete ein Reporter vor Ort. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, teilte der Zivilschutz in Kiew mit und veröffentlichte dazu auch Fotos von den massiven Schäden. Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Zuletzt klagte Kiew über einen Mangel an Lenkkörpern für das Flugabwehrsystem Patriot zur Abwehr ballistischer Raketen. "Der Schutz vor ballistischen Raketen ist derzeit eine ständige und oberste Priorität", sagte Selenskyj. "Abfangraketen werden jeden Tag benötigt." Er rief die Verbündeten des Landes auf, die zugesagten Raketenabwehrsysteme zu liefern. "Diese Lieferungen bedeuten derzeit buchstäblich gerettete Menschenleben bei jedem massiven russischen Angriff." Insgesamt habe Russland in dieser Woche etwa 1.450 Drohnen, mehr als 1.640 Gleitbomben und 99 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

Unterdessen löste die Ukraine mit neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Großbrände in dem Land aus. In der südrussischen Region Stawropol gerieten Medien zufolge drei Öldepots in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigte nur, dass im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Feuer in Industrieobjekten ausgebrochen seien - und es zu Detonationen explosiver Stoffe komme. Es gebe keine Verletzten. Um welche Anlagen es sich genau handelte, sagte der Gouverneur nicht. Allerdings wurde in der Region ein örtlich begrenzter Ausnahmezustand verhängt. Gebäude seien evakuiert, Menschen in Sicherheit gebracht worden.

Ukrainische Drohnenangriffe im Schwarzmeer-Hafen von Noworossijsk meldete erneut auch das internationale Kaspische Pipeline-Konsortium. Dort sei ein Terminal bei der Verladung von Öl auf zwei ausländische Tanker beschossen worden, teilte das Unternehmen mit. Auf einem Schiff, das unter der Flagge des westafrikanischen Landes Liberia fahre, sei ein Feuer gelöscht worden. Es gebe keine Verletzten, beide Schiffe seien weiter seetauglich.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte einmal mehr Videos, die die brennenden Anlagen zeigen sollen. "Wir setzen unsere Reaktion auf russische Angriffe auf vollständig gerechtfertigte und präzise Weise fort", erklärte er. Es seien unter anderem drei Öldepots in der Region Stawropol angegriffen worden. "Direkte Treffer wurden auf drei Tanker der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer verzeichnet", sagte Selenskyj. Dies seien Ziele,"die Russlands Aggression unterstützen und finanzieren".

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in Kiew seien ein großes Logistikzentrum der Post für die Lagerung von Bauteilen für Waffen sowie mehrere Betriebe für die Produktion von Raketenkomponenten Ziele der Angriffe gewesen. Im Kiewer Gebiet sei ein Zentrum zur Aufbewahrung und Verteilung von Elementen für die Produktion von weitreichenden Drohnen getroffen worden. Unabhängig überprüfbar waren diese Angaben nicht.

Auch die Hafeninfrastruktur im Süden der Ukraine am Schwarzen Meer sei erneut angegriffen worden, teilte das Ministerium in Moskau weiter mit. So seien im Raum Odessa Anlagen für die Lagerung militärischer Güter sowie von den Streitkräften genutzte Treibstoffdepots beschossen worden. Die Ukraine veröffentlicht - wie Russland - keine Informationen zu Schäden an militärisch genutzten Objekten.

Rescuers work on a residential building following a Russian missile strikes in Kyiv on July 19, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. Russian missiles rocked Ukraine's capital overnight, damaging residential buildings and wounding at least two people a day after Kyiv launched a wave of drone strikes deep into Russian territory. (Photo by Serhii Okunev / AFP)

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