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Mindestens acht Tote bei russischen Angriffen in der Ukraine

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Wieder Explosionen in Kiew
©Afp, Sergei SUPINSKY, APA
Bei russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf Kiew und den Nordosten der Ukraine sind am Donnerstag mindestens acht Menschen getötet worden. Zudem wurde laut Behörden die Infrastruktur vielerorts beschädigt, darunter eine Geburtsklinik in der Hauptstadt und ein Gemüselager in der Region Charkiw. In Kiew kamen nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens zwei Menschen ums Leben. In Charkiw wurden mindestens sechs Menschen getötet und zwölf weitere verletzt.

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Selenskyj hielt sich anlässlich der UNO-Generalversammlung in New York auf. Auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram erklärte er, die Explosionen hätten den Nachthimmel erhellt, während die Menschen schliefen. Die Hauptziele des Angriffs seien erneut Kiew sowie die zivile Infrastruktur, Wohngebäude, eine Geburtsklinik, die Energieversorgung und die Logistik gewesen. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, eines der Opfer sei auf dem Parkplatz der beschädigten Geburtsklinik gestorben. Patienten und medizinisches Personal seien jedoch nicht verletzt worden. In drei Stadtbezirken wurden außerdem neun Wohnhäuser, ein Postamt, Lagerhallen und Dutzende Autos beschädigt.

Bei dem Angriff auf das Gemüselager in einem Dorf in der nordöstlichen Region Charkiw wurden der Staatsanwaltschaft zufolge mindestens sechs Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe umfasste die nächtliche Angriffswelle eine nicht näher bezifferte Anzahl an Hyperschall- und ballistischen Raketen sowie 282 Drohnen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die eigenen Streitkräfte hätten ukrainische Verteidigungsanlagen, Logistik- und Telekommunikationszentren sowie militärisch genutzte Schiffe beschossen. Auch aus den Regionen Riwne, Wolyn und der Hafenstadt Odessa wurden Schäden an der Infrastruktur gemeldet.

Der Konflikt griff erneut auf die Nachbarstaaten über. Nach Angaben der moldauischen Präsidentin Maia Sandu drangen vier russische Drohnen in den Luftraum der Republik ein, von denen mindestens eine explodierte. Das rumänische Verteidigungsministerium meldete den Absturz einer Drohne nahe der Grenze zur Ukraine. Das NATO-Mitglied Polen ließ wegen der Angriffe am Donnerstag zum zweiten Mal Kampfflugzeuge aufsteigen.

Selenskyj forderte angesichts der Angriffe eine stärkere Reaktion der USA und die Lieferung von Abwehrsystemen gegen ballistische Raketen. Er hatte am Dienstag in New York Gespräche mit US-Präsident Donald Trump über Wege zur Beendigung des Krieges geführt. Darüber hinaus betonte Selenskyj, die Ukraine sei zu einem Waffenstillstand im Schwarzen Meer bereit.Ausnahmezustand in russischer Region Krasnodar

Der Gouverneur der südrussischen Agrarregion Krasnodar rief unterdessen wegen ukrainischer Drohnenangriffe auf die Infrastruktur für den Getreideexport den Ausnahmezustand aus. Die massiven Attacken auf die Anlagen hätten den Hafenbetrieb lahmgelegt und die Schifffahrt im Schwarzen Meer gestört, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew laut der Nachrichtenagentur Interfax am Donnerstag mit. Durch den Ausnahmezustand können betroffene Betriebe finanzielle Entschädigungen erhalten.

Den Angaben zufolge können die Landwirte einen Großteil ihrer Ernte nicht verkaufen, was zu einem Überangebot auf dem russischen Getreidemarkt führt. Krasnodar hat in diesem Jahr 11,4 Millionen Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte geerntet, fast zwei Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2025. Besonders die Hafenstadt Noworossijsk, ein wichtiger Umschlagplatz für russisches Öl und Getreide, ist immer wieder Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Sowohl Russland als auch die Ukraine haben in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf Getreideschiffe im Schwarzen Meer verstärkt, was die Weltmarktpreise in die Höhe trieb.

Der Kreml erklärte in dieser Woche, es gebe weitere diplomatische Gespräche über einen Vorschlag der Türkei zur sicheren Durchfahrt von Getreideschiffen im Schwarzen Meer. Bis zu einer Einigung suche Russland nach alternativen Routen für seine Exporte. Im Juli 2022 hatten die Türkei und die UNO das sogenannte Schwarzmeer-Getreideabkommen vermittelt, um trotz des Krieges sichere ukrainische Exporte zu ermöglichen. Russland war jedoch im folgenden Jahr aus der Vereinbarung ausgestiegen. Zur Begründung hieß es, dass die eigenen Nahrungsmittel- und Düngemittelexporte behindert würden.

Smoke rises above the city following an air attack in Kyiv on September 23, 2026, amid the Russian invasion of Ukraine. Ukraine on September 23, 2026 accused Russia of increasing its targeting of civilian transport infrastructure after renewed attacks on petrol stations, shipping and railways left at least two dead. (Photo by Sergei SUPINSKY / AFP)

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