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Die serbischen Sicherheitskräfte gingen damals mit harter Hand gegen kosovo-albanische Rebellen vor. Um einen drohenden Völkermord in der mehrheitlich von ethnischen Albanern bewohnten Provinz zu verhindern, führten die NATO-Staaten zwischen März und Juni 1999 einen Luftwaffeneinsatz gegen Serbien. Der Kosovo wurde daraufhin unter UNO-Verwaltung gestellt, flankiert von einer NATO-geführten militärischen Schutztruppe. 2008 erklärte sich der Kosovo mangels einer Verhandlungslösung einseitig für unabhängig von Serbien.
Das Massengrab befindet sich laut Kurti im Dorf Kalludër in der Gemeinde Zubin Potok. Dabei handelt es sich um eine von drei nordkosovarischen Gemeinden mit serbischer Bevölkerungsmehrheit, die sich der Unabhängigkeit des Kosovo - ebenso wie die Behörden Serbiens - weiterhin widersetzen.
Kurti betonte, dass die kosovarischen Behörden weiterhin entschlossen seien, alle im Krieg verschwundenen Personen zu finden, alle versteckten Gräber zu lokalisieren und auch die Verantwortlichen zu verfolgen. Er sprach von 1.565 Entführten, darunter 100 Kindern. Serbien warf er vor, die Aufklärung zu behindern.
Beim Massengrab fand sich auch der Chef der kosovarischen Sonderstaatsanwaltschaft, Blerim Isufaj, ein. Er wies vor Journalisten darauf hin, dass die Identifizierung der Opfer einige Zeit dauern werde. Die sterblichen Überreste könnten nämlich nicht einfach aus den Gräbern entnommen werden, sondern es müssten zunächst die einzelnen Körperteile wieder zusammengeführt werden und der Rechtsmedizin übergeben werden, so Isufaj nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.