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"Die Sicherheitskräfte, die am Tatort eintrafen, gingen zunächst gegen die Randalierer vor, um sie aus dem Haus zu entfernen und die Gruppen voneinander zu trennen", hieß es in der Mitteilung der Armee. "Damit sollten die Bewohner im Inneren des Hauses geschützt werden." Es seien auch Fahrzeuge der israelischen Randalierer beschlagnahmt worden. Sie seien mit anderen Beweismitteln der israelischen Polizei übergeben worden und sollten im Rahmen polizeilicher Ermittlungen gegen die Tatverdächtigen untersucht werden.
Palästinensische Medien berichteten dagegen, die Siedler seien bei den Angriffen von Soldaten geschützt worden. Mehrere Palästinenser seien durch Pfefferspray verletzt worden, den Siedler gegen sie eingesetzt hätten. Die palästinensische Nachrichtenagentur WAFA berichtete, weitere Siedler seien während des Vorfalls angerückt und hätten umliegende Felder in palästinensischem Besitz in Brand gesetzt.
Zu dem neuen Vorfall teilte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit, er verurteile aufs Schärfste "die kriminellen Gewalttaten, die von einer Handvoll Gesetzesbrechern verübt" worden seien. "Sie fügen der gesetzestreuen Siedlerbevölkerung großen Schaden zu, behindern die israelische Armee bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und schaden dem Ansehen Israels in der Welt." Er erwarte von den zuständigen Behörden, dass die Randalierer so schnell wie möglich zur Rechenschaft gezogen werden.
In Qusra belagern radikale Siedler seit drei Wochen mehrere Häuser palästinensischer Einwohner. Nach Angaben von Bewohnern und Aktivisten greift die israelische Armee bisher nicht wirksam dagegen ein. Israelischen Sicherheitskräften wird immer wieder vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen Siedlergewalt vorzugehen oder sich sogar auf die Seite aggressiver Siedler zu stellen.
Unterdessen treibt die israelische Regierung den Ausbau von Siedlungen im Westjordanland voran. Seit ihrem Amtsantritt Ende 2022 genehmigte sie dort über 100 neue Siedlungen, wie der Sender BBC berichtete. Die Siedlungen sind nach Völkerrecht illegal und müssten laut dem Internationalen Gerichtshof so schnell wie möglich geräumt werden.
Israeli settlers gather in front of Palestinian houses in the village of Qusra, south of Nablus, in the occupied West Bank, on August 13, 2026. Israel has occupied the West Bank since 1967. More than 500,000 Israelis live in settlements in the territory, which are illegal under international law, among some three million Palestinians. Violence against Palestinians by Israeli settlers has increased dramatically since the October 7, 2023 attack on Israel by Hamas from the Gaza Strip. (Photo by Zain JAAFAR / AFP)
