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In der gemeinsamen Erklärung werden "pauschale Verdächtigungen" zurückgewiesen. Wer von einer angeblichen Radikalisierung spreche, müsse konkrete Fakten und überprüfbare Fälle benennen. Die Kultusgemeinden stünden zur Verfassung, zum Rechtsstaat und zu einem sachlichen Dialog: "Aber wir erwarten denselben Respekt auch gegenüber der gesetzlich anerkannten islamischen Glaubensgemeinschaft."
Gleichzeitig bekannten sich die Kultusgemeinden "klar" zum gemeinsamen Kampf gegen Extremismus und Radikalisierung: "Unsere Kultusgemeinden mit über 300 Moscheen österreichweit arbeiten mit staatlichen Stellen zusammen und leisten seit Jahren einen aktiven Beitrag zu Prävention, Imame-Fortbildung und gesellschaftlichem Zusammenhalt."
Bauer schwächte indes ihre Aussagen vom Vortag ab. Im Ö1-Interview meinte sie, ein Verbot der IGGÖ stehe mit keinem Wort im Raum. Aber die IGGÖ bestehe aus Vertretern unterschiedlicher Organisationen und diese könnten durchaus radikal sein.
"Ankündigen, zurückrudern und nichts umsetzen, das ist die Handlungsweise der ÖVP bei der Bekämpfung des politischen Islam", kommentierte FP-Generalsekretär Michael Schnedlitz das Geschehen. Wer nicht schnellstmöglich für ein Verbot des politischen Islam sorge oder es nur für eine PR-Show nutzen wolle, habe noch immer nicht verstanden, dass es sich um die größte Bedrohung für Österreichs Sicherheit handle.
