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USA und Iran einigen sich auf Waffenruhe

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Donald Trump

©ZUMA Press Wire, IMAGO

Durchbruch zwischen den USA und dem Iran: Beide Seiten haben sich in der Nacht auf Mittwoch auf einen Fahrplan für ein Ende des mehr als fünfwöchigen Krieges geeinigt.

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Der Iran und die USA haben sich auf eine zweiwöchige Feuerpause geeinigt. Irans Außenminister Abbas Araqchi kündigte zugleich eine Öffnung der Straße von Hormuz an. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden, erklärte Araqchi. US-Präsident Donald Trump hatte die Öffnung der Straße zur Bedingung für eine Feuerpause gemacht. Ein Überblick über die Kernpunkte:

Feuerpause

Die USA und der Iran wollen eine zweiwöchige Waffenruhe einhalten. US-Präsident Donald Trump erklärte sich damit einverstanden, die Luftangriffe auf den Iran für diesen Zeitraum auszusetzen. Der Vermittler Pakistan erklärte, die Feuerpause gelte ab sofort und fürs den gesamten Nahen Osten einschließlich des Libanon. Nach US-Angaben will Israel die Kampfhandlungen ebenfalls einstellen.

Freie Fahrt für Öltanker

Der Iran erklärte sich bereit, die Straße von Hormuz vorerst wieder zu öffnen und Öltankern "sichere Durchfahrt" zu gewähren, wie Außenminister Abbas Araqchi mitteilte. Der Iran hatte die Meerenge seit Ende Februar blockiert. Normalerweise verläuft durch die Straße von Hormuz rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte. Die Ölpreise fielen nach der Einigung wieder unter die Marke von 100 Dollar pro Barrel (159 Liter).

Friedensgespräche

Über ein dauerhaftes Ende des Krieges wollen die USA und der Iran ab Freitag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad verhandeln. Nach Angaben des Weißen Hauses könnte es erstmals wieder direkte Gespräche zwischen beiden Seiten geben. Während des Krieges gab es lediglich indirekte Verhandlungen unter Vermittlung Pakistans, Ägyptens und der Türkei.

Dauerhaftes Abkommen

Trump äußerte sich zuversichtlich, während der zweiwöchigen Feuerpause ein dauerhaftes Abkommen mit dem Iran erzielen zu können. Zur Bedingung für einen solchen "Deal" hatte er vor allem die Aufgabe des iranischen Atomprogramms gemacht. Der Westen wirft dem Iran seit Jahren vor, an einer Atombombe zu arbeiten, Teheran bestritt dies allerdings. Im vergangenen Juni hatten die USA und Israel drei iranische Stätten zur Urananreicherung aus der Luft angegriffen.

Forderungen des Iran

Trump nannte einen Zehn-Punkte-Vorschlag aus Teheran "eine tragfähige Grundlage" für die neuen Verhandlungen. Im Widerspruch dazu stehen allerdings Angaben aus Teheran. Iranischen Staatsmedien zufolge heißt es in dem Plan, die USA müssten dem Iran die Anreicherung von Uran erlauben. Zudem verlangt Teheran demnach weiterhin die Aufhebung aller US-Sanktionen gegen das Land sowie Reparationen für erlittene Kriegsschäden. Solchen Forderungen hatte Trump eine Absage erteilt.

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