von
"Innerhalb der vom Iran gesetzten kurzen Frist von wenigen Wochen müssen alle Bestimmungen des Abkommens von den USA umgesetzt werden", erklärte der Teheraner Insider am Montag. "Dies ist eine Bedingung für weitere Verhandlungen mit den USA."
Der Iran habe das Vertrauen in die Diplomatie mit Washington verloren. "Es ist eine erwiesene Tatsache, dass es den USA mit einem Abkommen nicht ernst ist und sie sich an keines halten werden", sagte der Insider. Daher sei es unrealistisch, auf Vermittler zu vertrauen, in der Hoffnung, eine dauerhafte Einigung zu erreichen. "Iranische Stellen müssen darauf vorbereitet sein, die Spannungen in der Straße von Hormuz und der weiteren Region weiter anzuheizen", fügte er hinzu. Teheran sei bereit, schwierige Entscheidungen zu treffen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
Die diplomatischen Bemühungen auf Grundlage einer Vereinbarung vom Juni sind zuletzt ins Stocken geraten. Der Iran betont, die strategisch wichtige Meerenge werde erst wieder geöffnet, wenn die USA zu dem Abkommen zurückkehrten. Die USA haben eine Seeblockade gegen den Iran verhängt, zudem hat das US-Finanzministerium mit einer beispiellosen wirtschaftlichen Isolation des Landes gedroht. Der iranische Insider betonte, Teheran sei bereit, die Blockade mit einem "raschen und präzisen" Militärschlag zu brechen, sollte die Diplomatie scheitern.
Mit einer scharfen Drohung erhöhte US-Präsident Trump am Montag den Druck auf den Oman. Das Sultanat soll derzeit mit dem Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch Hormuz geregelt sein soll - bisher ohne Einigung. "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren", sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bisher keine aktive Kriegspartei.
Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden - in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet.
Trump hatte bereits im Mai mit einer Drohung Richtung Maskat für Verwunderung gesorgt. Der Oman gilt wegen seiner Rolle als internationaler Mediator in regionalen Krisen als "Schweiz des Nahen Ostens" und hat wiederholt zwischen den USA und dem Iran vermittelt.
Trump sagte weiter, trotz der im Rahmenabkommen festgesetzten und mittlerweile abgelaufenen 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit dem Iran stehe er nicht unter Druck. "Ich habe es nicht eilig", erklärte er. Dem Iran legte er nahe, angesichts des wachsenden Drucks die weiße Fahne zu hissen. "Es sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde."
Vessels are seen in the Strait of Hormuz, off the port city of Bandar Abbas in southern Iran on August 10, 2026. The US President signalled on August 9 that he was prepared to let economic pressure mount against Iran, apparently backing away from more military strikes after Tehran issued a list of demands for opening the Strait of Hormuz. His remarks came after Iran issued over the weekend a list of conditions to reopen the Strait of Hormuz, which has remained largely closed since the start of the Middle East war in late February. (Photo by Atta KENARE / AFP) /
