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Netanyahu lehnt eigenen Angaben zufolge einen kürzlich bekanntgegebenen Fahrplan des sogenannten "Board of Peace" für den im Krieg großflächig zerstörten Gazastreifen ab. Laut dem Plan des von Trump gegründeten Friedensrats sollen Israel und die Hamas unter anderem ihre Kämpfe einstellen und die Hamas ihre Waffen abgeben, welche anschließend im Gazastreifen gelagert werden sollen. Zudem soll Israels Armee schrittweise aus dem Gazastreifen abziehen. Israel befürchtet aber, dass die im Gazastreifen gelagerten Waffen der Hamas künftig wieder zugänglich sein könnten.
Der ranghohe Hamas-Vertreter Bassem Naim sagte dagegen, die Hamas bleibe dem Gaza-Fahrplan verpflichtet. Die Hamas macht die Abgabe schwerer Waffen von mehreren Bedingungen abhängig, darunter der Gründung eines palästinensischen Staates. Einen solchen Staat lehnt Israel wiederum ab.
Kushner hatte am Sonntag bereits mit Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sowie Repräsentanten der Hamas Gespräche über die Zukunft des Gazastreifens geführt. Daraufhin lobte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Montag die Terrororganisation Hamas. Sie zeige "aufrichtige Zusammenarbeit" und erfülle ihre Verpflichtungen, sagte er in einem Gespräch mit dem Sender Al Jazeera. Israel wiederum setze seine Angriffe im Gazastreifen fort.
Erdogans Angaben zufolge soll US-Präsident Donald Trump über Israels Vorgehen beunruhigt sein. Erdogan hat Israel und insbesondere Netanyahu in der Vergangenheit immer wieder scharf kritisiert. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern gelten als stark belastet. Die Kontakte der Türkei zur Hamas gelten dagegen als gut. Ankara hat bei der Vermittlung der Waffenruhe im Gaza-Krieg eine wichtige Rolle gespielt.
