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Der geplatzte Traum vom Eigenheim

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Johannes Huber

©Matt Observe

Die Eigentumsquote sinkt weiter: Für immer mehr Menschen ist es unmöglich, ein Haus oder eine Wohnung zu erwerben. Damit wird etwas gefährdet, was für die gesamte Gesellschaft wichtig ist.

An politischen Bekenntnissen mangelt es nicht. Zumindest bei Parteien, die in der Mitte oder rechts davon stehen: Für NEOS hat Wohneigentum genauso eine besondere Bedeutung wie für Freiheitliche. Oder die ÖVP. Sie hat in ihrem jüngsten Wahlprogramm sogar ein „großes Ziel“ ausgegeben, wie sie es selbst nannte: „Die Eigentumsquote in Österreich soll auf 60 Prozent ansteigen.“

Allein: Die Quote sinkt weiter und entwickelt sich damit in die andere Richtung. Vor 20 Jahren belief sie sich laut Statistik Austria auf 51 Prozent. Vor zehn Jahren betrug sie 49 Prozent und im vergangenen Jahr ist sie von knapp 48 auf rund 47 Prozent zurückgegangen.

Genauer: von 47,9 auf 47,3 Prozent. Wobei es nach Bundesländern enorme Unterschiede gibt. Im Burgenland etwa ist sie mit 67 Prozent mit Abstand am höchsten, in der Tendenz aber besonders stark sinkend. In Wien ist sie dagegen mit 19 Prozent mit Abstand am niedrigsten, aber mehr oder weniger gleichbleibend – was sonst nirgends der Fall ist.

Stark steigende Preise

Erklärungen für die Entwicklung liegen auf der Hand: In den vergangenen Jahren ist es viel teurer geworden, Eigentum zu erwerben. Ob bestehende oder neue Häuser und Wohnungen, die Kaufpreise sind laut Statistik-Austria-Index mehr als doppelt so hoch wie 2010. Damit sind sie auch wesentlich stärker gestiegen als die Löhne – die Tariflöhne etwa haben nur gut halb so stark zugenommen.

Für immer mehr Menschen ohne stattliches Erbe oder ebensolche Schenkung wird es damit schwer bis unmöglich, zu Eigentum zu kommen. Womit etwas gefährdet wird, was für die gesamte Gesellschaft sehr wichtig ist: Die Überzeugung, dass insofern faire und gerechte Verhältnisse vorherrschen, als sich zum Beispiel eben alle ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen können, wenn sie wollen – inklusive Antrieb, dafür auch entsprechend zu arbeiten und zu leisten.

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 © Waltl & Waltl

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 14/2026 erschienen.

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