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Dies sei eine "Antwort" auf die jüngsten israelischen Angriffe auf den Libanon, so die Terrororganisation. Aoun verurteilte die anhaltenden israelischen Angriffe. Der Beschuss staatlicher Einrichtungen werde den Libanon nicht davon abhalten, seine Souveränität zu verteidigen, teilte er mit.
Unmittelbar nach der Verkündung der Waffenruhe im Iran-Krieg in der Nacht auf Mittwoch (MESZ) hatte die israelische Armee ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Wie die israelische Armee Freitagabend nachträglich mitteilte, wurden bei einer koordinierten Angriffswelle auf Stellungen der Hisbollah am Mittwoch innerhalb einer Minute mehr als 180 Kämpfer getötet. Laut Armee wurden dabei rund 100 Ziele in Beirut, im Bekaa-Tal und im Südlibanon getroffen, darunter Kommandozentren, militärische Infrastruktur und Waffenlager.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei den Luftangriffen am Mittwoch in Beirut und anderen Regionen mindestens 357 Menschen getötet und weitere 1.223 verletzt. Die bisherige Zahl der Todesopfer lag bei 303. Alle Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Hisbollah-Chef Naim Qassem rief unterdessen die libanesische Regierung auf, keine "kostenlosen Zugeständnisse" an Israel zu machen. Er reagierte damit auf US-Angaben, wonach Israel und der Libanon in der kommenden Woche in Washington Gespräche zur Beilegung der Kämpfe führen wollen. "Wir werden eine Rückkehr zur vorherigen Situation nicht akzeptieren", hieß es in einer schriftlichen Erklärung, wie der zur Hisbollah gehörende Sender Al-Manar berichtete.
Außerdem betonte er die Kampfbereitschaft der Organisation. "Der Widerstand wird bis zum letzten Atemzug weitermachen." Israel sei es in 40 Jahren nicht gelungen, die Hisbollah davon abzuhalten, Raketen, Drohnen und andere Geschosse auf sein Gebiet abzufeuern.
Die israelischen Waffen und Bedrohungen schüchterten die Hisbollah nicht ein. "Wir sind die rechtmäßigen Besitzer dieses Landes", sagte er mit Blick auf das Vorrücken der israelischen Truppen im Südlibanon. "Wir werden unsere Souveränität wiederherstellen und den Besatzer vertreiben."
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte nach einem Gespräch mit US-Präsident betont, dass er die Angriffe auf den Libanon reduzieren werde. Dennoch werde die Hisbollah weiter bekämpft, bis es Sicherheit für die Bevölkerung im Norden Israels gebe.
Das US-Außenministerium wird in der kommenden Woche in Washington Gespräche zwischen dem Libanon und Israel ausrichten. Dabei soll es um eine Waffenruhe gehen. Nach Angaben des Büros von Netanyahu sollen sich die direkten Verhandlungen auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren. Wie israelische Medien meldeten, werden an den Gesprächen zunächst die US-Botschafter beider Länder teilnehmen.
Die EU-Kommission teilte mit, man blicke "dem konkreten Beginn der Gespräche und deren Ergebnissen erwartungsvoll entgegen". Diplomatie sei der einzige Weg und alle Parteien müssten das humanitäre Völkerrecht ohne Einschränkungen einhalten. Zugleich forderte der Sprecher die sofortige Einstellung der Angriffe im Libanon.






