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Die rein öffentlichen Ausgaben (ohne Privatkosten und ohne Langzeitpflege) betrugen in Österreich im Jahr 2024 (gemäß dem von der OECD entwickelten Gesundheitskonten-System "System of Health Accounts" - SHA) 39,5 Mrd. Euro - und waren damit laut dem Bericht für etwa 15 Prozent der gesamten Staatsausgaben verantwortlich.
Berücksichtigt man auch die privaten Ausgaben, so betrugen die gesamten Gesundheitsausgaben (ohne Langzeitpflege) im Jahr 2015 noch 32,6 Mrd. Euro. Bis zum Jahr 2024 stiegen sie um 19,5 Mrd. Euro bzw. die genannten 60 Prozent auf 52,1 Mrd. Euro an. Unter Berücksichtigung des Bevölkerungswachstums stiegen diese Gesundheitsausgaben pro Kopf von 3.778 Euro im Jahr 2015 auf 5.682 Euro im Jahr 2024 an (+50,4 Prozent).
Die Ausgaben der öffentlichen Hand (Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung) stiegen stärker als die Privatausgaben. Diese genannten 39,5 Mrd. Euro im Jahr 2024 bedeuten einen Anstieg um 64,9 Prozent gegenüber 2015. Die privaten Ausgaben stiegen hingegen um 46,3 Prozent.
Auch wird im Bericht betont, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems komplexe Verflechtungen zwischen Bund, Ländern, Gemeinden und der Sozialversicherung aufweise, "insbesondere im Bereich der Krankenanstaltenfinanzierung". Daraus würden "widersprüchliche finanzielle Anreize" für die Akteure im Gesundheitssystem entstehen, die vor allem Leistungsverschiebungen zwischen dem stationären und niedergelassenen Bereich betreffen.
Die Gründe für den Anstieg dürften zu einem guten Teil demografisch bedingt sein. Im Bericht wird darauf verwiesen, dass der allgemeine Anstieg der Staatsausgaben (zu rund 60 Prozent) auf demografieabhängige Bereiche zurückzuführen ist. Genannt werden hier neben den Pensionen und der Pflege auch der Gesundheitsbereich.
Auch 2025 dürften die Gesundheitsausgaben erneut deutlich steigen. Das geht aus einer bereits Anfang Juni veröffentlichten ersten Schätzung der Statistik Austria hervor. Gegenüber 2024 wurde demnach ein Plus von 3,5 Mrd. Euro bzw. 6,1 Prozent auf 61,3 Mrd. Euro registriert, hieß es damals. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung nahm demnach wieder zu - und zwar auf 11,9 Prozent des BIP. Das entspricht einem Anstieg von 0,2 Prozentpunkten.
Für den Grünen Gesundheitssprecher Ralph Schallmeiner bestätigt der Bericht "den dringenden Reformdruck im Gesundheitssystem". Österreich brauche eine "breite Gesundheitsreform, die Finanzströme entflechtet, die Schrebergärten aufräumt und Planung, Steuerung und Finanzierung ohne Hintertüren zusammenführt. Genau dort fortsetzend, wo wir Grüne mit (Ex-Gesundheitsminister, Anm.) Johannes Rauch beim letzten Finanzausgleich angesetzt haben."
Diese Notwendigkeit würden die vorgelegten Pläne der Reformpartnerschaft aber schlicht nicht erfüllen, so der Abgeordnete. "Mehr Geld allein löst kein einziges Problem, solange Bund, Länder und Sozialversicherung nebeneinander planen, zahlen und die Patient:innen hin und her schieben. Das was wir aktuell erleben, ist Ineffizienz in Reinkultur", so Schallmeiner in einer Aussendung.