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PISA-Studie - Leistungsbereitschaft und Wissensdurst haben abgenommen

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Die Bereitschaft, sich in der Schule anzustrengen, wird weniger
©APA, dpa, Rolf Vennenbernd
Zwei Drittel der Jugendlichen in Österreich haben bei der neuen PISA-Studie angegeben, dass sie sich bei schulischen Herausforderungen extra reinhängen. Das sind zwar mehr als im OECD-Schnitt (60 Prozent), im Vergleich zu PISA 2022 ist die Leistungsbereitschaft aber gesunken (minus 8 Prozentpunkte). Gleichzeitig ist der Anteil an Jugendlichen, die das Lernen neuer Dinge langweilig finden, von 28 auf 33 Prozent gestiegen. Ein Viertel empfindet Schule gar als Zeitverschwendung.

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Den vergleichsweise geringsten Nutzen im Schulbesuch sehen dabei laut Befragung die 15- bis 16-jährigen Burschen, Jugendliche in berufsbildenden weiterführenden Schulen (Polytechnische-, Berufs- und Berufsbildende mittlere und höhere Schule) und in Privatschulen. Während der Anteil derer, die Schule als Zeitverschwendung sehen, im Vergleich zu 2022 quasi unverändert ist, fühlen sich diesmal noch mehr Jugendliche als zuletzt durch die Schule nicht gut aufs Erwachsenenleben vorbereitet (Anstieg von 53 auf 59 Prozent) - ein deutlich größerer Anteil als im Schnitt der anderen OECD-Länder (49 Prozent). Das Schulklima wird von den meisten Schülerinnen und Schülern nichtsdestotrotz positiv bewertet. Ähnlich wie im OECD-Schnitt fühlen sich 78 Prozent ihrer Schule zugehörig.

Störungen des Unterrichts kommen in Österreich nicht nur seltener vor als in vielen anderen PISA-Teilnehmerstaaten. Im Vergleich zu 2015 ist der Anteil der Jugendlichen, in deren Klasse es laut Schüler-Befragung selten oder nie Probleme mit Lärm oder Störungen im Unterricht gibt, teils deutlich gestiegen. Dass die Klasse erst lange nach Unterrichtsbeginn mit dem Arbeiten beginnen kann, kommt etwa laut 47 Prozent der Jugendlichen so gut wie nie vor (OECD-Schnitt: 38). Vor zehn Jahren sagten das noch 33 Prozent. Allerdings gibt es in Schulen mit vielen Jugendlichen aus bildungsfernen Migrantenfamilien, Mittelschulen und Schulen in der Stadt laut der Erhebung im Rahmen der PISA-Studie deutlich mehr Probleme. Einen generellen Anstieg gab es zuletzt beim Anteil an Schülern, die in den zwei Wochen vor der PISA-Testung zu spät in die Schule gekommen sind (2022: 35 Prozent, 2025: 42) oder gleich den ganzen Tag geschwänzt haben (2022: 13 Prozent, 2025: 15).

Mobbing ist weiterhin ein vergleichsweise großes Thema an den heimischen Schulen, seit 2015 haben die Probleme - wie in vielen anderen OECD-Ländern - noch einmal signifikant zugenommen: Insgesamt haben zuletzt 24 Prozent angegeben, dass sie 2025 mehrmals pro Monat auf die eine oder andere Art schikaniert wurden. Im OECD-Schnitt waren es 20 Prozent. Konkret wurden 18 Prozent der Schüler lächerlich gemacht, vier Prozent wurden bedroht und sechs Prozent geschlagen oder gestoßen. Über jeden und jede Zehnte wurden mehrmals pro Monat böse Gerüchte in Umlauf gebracht. Nur 48 Prozent hatten so gut wie nie ein Problem mit Mobbing, elf Prozent waren mindestens einmal die Woche betroffen.

Cybermobbing kommt noch vergleichsweise selten vor. In Österreich haben in den zwölf Monaten vor dem PISA-Test fünf Prozent erlebt, dass gegen ihren Willen belastende Dinge über sie verbreitet wurden (OECD-Schnitt: 3). Laut der OECD-Studie belastet diese Form des Mobbings die Leistungsfähigkeit besonders stark, die betreffenden Schüler erreichten bei PISA in den Naturwissenschaften um 32 Punkte weniger als ihre Mitschüler. Das entspricht eineinhalb Lernjahren.

Geht es nach einer Schulleiterbefragung, sind auch (verbale) Gewalt und Vandalismus in Österreich mehr geworden: Demnach saß zuletzt knapp ein Drittel der Jugendlichen in einer Schule, wo es (moderate bis große) Probleme mit vulgärer Sprache und Vandalismus gibt und die Hälfte an einem Standort, an dem Einschüchterung unter Schülern ein Thema ist. Auch Diebstahl (12 Prozent), Verletzungen durch andere Schüler und Einschüchterung des Personals (je 7 Prozent) betreffen demnach mehr Schüler als früher. Das Sicherheitsgefühl der Schüler ist laut der PISA-Befragung dessen ungeachtet aber nicht geringer geworden.

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