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So hatten die Mitgliedstaaten im Mai verhalten auf einen Vorschlag Deutschlands reagiert, der Ukraine eine assoziierte Mitgliedschaft als Zwischenschritt zu einem Beitritt anzubieten. Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney hatte vor wenigen Tagen erklärt, sein Land strebe eine "einzigartige Allianz" mit der EU an, jedoch keine Mitgliedschaft. Carney ist auf Einladung von der Leyens in Straßburg und wird am Donnerstag im EU-Parlament sprechen. Hintergrund seiner Reise ist ein historischer Bruch in den Beziehungen zwischen Kanada und den USA nach dem Scheitern von Handelsgesprächen im vorigen Monat, die US-Strafzölle und kanadische Gegenzölle nach sich zogen.
"Partnerschaften sind eine strategische Entscheidung für Europa", sagte von der Leyen. Sie seien zudem eine Reaktion auf Risse im internationalen regelbasierten System. Europa und Kanada teilten dieselbe Sicht auf die Welt und stünden bei Themen wie der Ukraine, der Verteidigung und den Lieferketten zusammen.
Die EU und Kanada wollen von der Leyen zufolge in verschiedenen Bereichen enger zusammenarbeiten, darunter in der Produktion, bei Künstlicher Intelligenz (KI), kritischen Rohstoffen und Energie. Geplant seien eine Technologie-Allianz, die Integration der Rüstungsindustrien sowie ein gemeinsames Leuchtturmprojekt in der Arktis. Von der Leyen betonte offenbar mit Blick auf die USA, dass sich diese Partnerschaft "nicht gegen andere" richte.
