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Von den exakt 2.598 Anträgen im heurigen Jahr waren nur 1.074 originär, also von neu einreisenden Personen. Unter die übrigen fallen etwa Mehrfach-Antragsteller, Personen im Familiennachzug und nachgeborene Kinder.
Zuletzt war speziell zwischen Niederösterreich und dem Bund ein Konflikt um die geplante automatische Obsorge für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ausgebrochen, vor allem was die Kosten dafür angeht. Deren Zahl ist heuer freilich überschaubar. In den ersten drei Monaten wurden gerade einmal 42 Asyl-Anträge von unbegleiteten Minderjährigen eingebracht.
Unverändert nur noch ein Randphänomen ist die Familienzusammenführung, seit sie lediglich in Ausnahmefällen gewährt wird. Unter diesem Titel reisten bis Ende März 25 Personen nach Österreich ein. Zu Jahresmitte läuft der Stopp aus und soll durch ein umstrittenes Kontingente-System ersetzt werden. Wie viele Personen ab dann im Familiennachzug nach Österreich kommen können, ist noch nicht bekannt.
Der Rückgang der Asyl-Anträge, den das Innenministerium vor allem auf Präventionsmaßnahmen wie ausgebaute Kontrollen im Grenzraum zurückführt, entlastet auch die Grundversorgung, in der Anfang April noch 49.839 Personen und damit etwa 3.000 weniger als zu Jahresbeginn untergebracht waren. 58 Prozent der Grundversorgten sind keine Asylsuchenden sondern Vertriebene aus der Ukraine.
3.549 Mal wurde in den ersten drei Monaten ein Schutztitel erteilt, wobei subsidiärer Schutz neuerdings etwas häufiger vergeben wird als Asyl (1.620 zu 1.589). Dazu kamen noch 340 humanitäre Aufenthaltstitel. Weiter sehr gute Chancen auf Asyl haben Afghanen, bei denen gut zwei Drittel der Anträge positiv beschieden wurden.
Bei Syrern wird hingegen seit dem Machtwechsel in Damaskus eher subsidiärer Schutz vergeben. Für Bürger des Landes gab es heuer in 579 Fällen Asyl, in 1.432 Fällen subsidiären Schutz, der jedoch einige Nachteile gegenüber einem Asyl-Status hat, etwa bezüglich Befristung und Familiennachzug. Seit der Neuordnung der politischen Verhältnisse in ihrem Heimatland sind laut Innenministerium etwa 1.100 Syrer in ihr Herkunftsland zurückgekehrt.
Insgesamt ist zu beobachten, dass der Anteil von Syrern und Afghanen im Sinken begriffen ist. Heuer waren 51 Prozent der Asyl-Ansuchen von Bürgern der beiden Länder, die seit vielen Jahren die Antragsstatistik anführen. Im Vorjahr waren es gesamt 58 Prozent, vor zwei Jahren 68 Prozent.
Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) will den von ihm eingeschlagenen Kurs beibehalten. Der Kampf gegen die illegale Migration werde konsequent fortgesetzt, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme des Ressortchefs. Die stark rückläufigen Zeilen zeigten, dass die Maßnahmen in Österreich und Europa wirkten. Das Ziel bleibe, illegale Migration weiter gegen Null zu drängen.






