von
Derzeit gebe es nur "Gerüchte", "dass sich jemand als möglicher Kandidat ins Spiel bringen mag", so Babler bei einem Pressestatement am Rande des "Tags des Sports" am Wiener Heldenplatz. "Insofern ist das eine relativ klare und nüchterne Angelegenheit." Dort erinnerte er auch an anstehende Regierungsprojekte wie die Spritpreisbremse, die am Montag im Nationalrat beschlossen werden soll, die Reformpartnerschaft mit Ländern und Gemeinden oder eine Stärkung der Wirtschaft. Dass Babler nicht ans Aufgeben denkt, zeigt auch eine am Freitag verschickte Einladung der Parteizentrale an Journalisten zum "lange geplanten Afterwork Drink" mit Babler in der Löwelstraße.
Zeiler hat mit seiner medialen Ankündigung, als SPÖ-Vorsitzender bereitzustehen, am Freitag die seit Monaten schwelenden Gerüchte um eine mögliche Ablöse Bablers neu befeuert. "Ich glaube, dass ich die richtige Person bin, um die Partei aus diesem historischen Tief herauszuführen", erklärte er in der "Kronen Zeitung". Für eine vorzeitige Vorsitzenden-Wahl müsste Zeiler rund 12.500 Unterschriften von Parteimitgliedern sammeln. Alternativ könnte der Bundesvorstand einen außerordentlichen Parteitag einberufen und damit die Entscheidung beschleunigen. Die nächste reguläre Sitzung wäre für den 6. November angesetzt.
Es wäre erst die dritte Kampfabstimmung um die SPÖ-Parteispitze, aber gleich die zweite für Babler. 1967 hatte sich Bruno Kreisky gegen Hans Czettel durchgesetzt, 2023 gewann Babler im Rennen um die Nachfolge von Parteichefin Pamela Rendi-Wagner gegen den burgenländischen Landeshauptmann Hans-Peter Doskozil.
