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Die Dreierkoalition hat sich beim Sommerministerrat Ende Juli auf die Verlängerung der Wehrpflicht von sechs auf neun Monate geeinigt. Die Dauer des Zivildienstes soll jedoch vorerst bei den aktuell neun Monaten bleiben und damit gleich lang dauern wie der Präsenzdienst. Sinkt jedoch durch die Reform die Zahl der Grundwehrdiener in einem Jahr unter 13.875, wovon die meisten Experten ausgehen, soll der Zivildienst ebenfalls ab dem Folgejahr, konkret um zwei Monate, verpflichtend verlängert werden. Dafür brauchen die Regierungsfraktionen eine der beiden Oppositionsparteien, handelt es sich doch dabei um eine Zweidrittelmaterie.
Nur falls die aktuell laufenden Verhandlungen rasch abgeschlossen werden können, kann die neue Regelung, wie von der Regierung geplant, mit 1. Jänner des kommenden Jahres in Kraft treten. Betroffen wären von dieser jedoch erst jene jungen Männer, die danach zur Stellung kommen. All jene, die davor die Stellungsstraße absolviert haben, fallen in die alte Regelung, also sechs Monate Grundwehrdienst oder neun Monate Zivildienst.
Dennoch lässt die Diskussion die Zahlen der Zivildiensterklärung bereits jetzt in die Höhe schnellen. Vor allem nach der Einigung im Sommerministerrat Ende Juli sind sie merklich gestiegen. Im Folgemonat August wurden 1.327 Wehrersatz-Erklärungen verzeichnet. Im Jahr davor waren es in diesem Monat lediglich 874, wie die "Krone" berichtet.
