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Laut Volksanwaltschaft wurden seit Jahresbeginn bis einschließlich 26. August acht Suizide und 33 Suizidversuche registriert. Darunter befanden sich auch Jugendliche, bestätigte die Volksanwaltschaft auf APA-Anfrage. Die meisten Fälle gab es mit sieben in der Justizanstalt (JA) Wien-Josefstadt, dem größten Gefängnis des Landes, das derzeit bei laufendem Betrieb einer Generalsanierung unterzogen wird. Sechs Fälle wurden aus dem Forensisch-Therapeutischen Zentrum (FTZ) Asten gemeldet, fünf aus der JA Innsbruck.
Es sei zu befürchten, "dass die Zahl der Suizide heuer noch weiter steigt. Das muss ein Alarmsignal für das zuständige Justizministerium sein", meinte Schwarz. Zum wiederholten Mal appellierte sie ans Justizministerium, die Präventionsmaßnahmen zu verbessern und insbesondere ein paar Wochen nach Haftantritt eine zweite Einschätzung des Suizidrisikos umzusetzen.
"Eine Einschätzung des Suizidrisikos bei Haftantritt reicht nicht. Es gibt noch viel Luft nach oben, zum Beispiel bei der neuerlichen Beurteilung nach acht bis zwölf Wochen", bekräftigte Schwarz. Diese Maßnahme sei auch in insgesamt 48 Empfehlungen enthalten, die eine Expertengruppe im Auftrag des Justizministeriums bereits 2023 vorgelegt habe, rief die Volksanwältin in Erinnerung.
(S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich. Infos für Jugendliche gibt es unter www.bittelebe.at.)
