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Ein Kampfflugzeug habe den Bereich um den sogenannten India Market und die nahe gelegene Kassapanadi-Brücke attackiert, berichteten der Sender DVB TV und die ethnische Rebellengruppe Arakan Army, die seit Jahren gegen das Militär kämpft. "Der Kampfjet hat insgesamt dreimal Bomben abgeworfen", sagte der 33-jährige Kyaw Moe, der in der Stadt lebt, der Deutschen Presse-Agentur.
Der Markt gilt als wichtiges Handelszentrum für die Region. Rakhine ist wegen des Bürgerkriegs in Myanmar und der von der Armee verhängten Beschränkungen der Handelswege weitgehend vom Rest des Landes abgeschnitten. Die Bevölkerung ist deshalb eigenen Angaben zufolge auf Versorgungswege über die Nachbarländer angewiesen.
Kyauktaw wird von der Arakan Army (AA) kontrolliert, einer bewaffneten ethnischen Organisation, die für eine größere Autonomie Rakhines kämpft. Das Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff. Menschenrechtler werfen den Streitkräften schon lange vor, gezielt Orte anzugreifen, die nicht in direktem Zusammenhang mit militärischen Operationen stehen – darunter Schulen, Krankenhäuser, Märkte und Wohngebiete.
Seit dem Putsch von 2021 befindet sich Myanmar in einer schweren Krise. Die Entmachtung der gewählten Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi hatte damals landesweite Proteste und einen anhaltenden bewaffneten Konflikt ausgelöst. Seither prägen wieder Gewalt, Willkür, wirtschaftlicher Niedergang und Widerstand gegen die Junta das Land.
