Nach Umbau und Erweiterung eröffnet das Wiener Aktionismus Museum am 25. März 2026 wieder seine Türen. Zum Auftakt zeigt das Haus mit „Hermann Nitsch. 1960 bis 1965“ eine Ausstellung, die den Blick auf eine entscheidende und bislang wenig beleuchtete Phase des Künstlers richtet.
Mit der Wiedereröffnung setzt das Wiener Aktionismus Museum ein klares Zeichen. Nach dem umfassenden Umbau beginnt das Haus in Wien mit einer Ausstellung von besonderem Gewicht: Im Mittelpunkt stehen Arbeiten von Hermann Nitsch aus den Jahren 1960 bis 1965, also aus jener frühen Phase, in der der Künstler die Grundlagen für sein später weltbekanntes Werk legte.
Die Schau versammelt zahlreiche Arbeiten, die bisher noch nie öffentlich präsentiert wurden. Sie zeigt Nitsch nicht in erster Linie als Schöpfer rauschhafter Aktionen, sondern als jungen Künstler von großer formaler Präzision und gedanklicher Konsequenz. Gerade darin liegt die Stärke dieser Ausstellung: Sie rückt ein Frühwerk ins Licht, das in der öffentlichen Wahrnehmung bislang oft hinter den monumentalen Inszenierungen des Orgien Mysterien Theaters zurücktrat.
„Hermann Nitsch zählt zu jenen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die die österreichische Nachkriegskunst und die internationale Kunstentwicklung geprägt haben“, betont Klaus Albrecht Schröder, Direktor des Wiener Aktionismus Museums. „Diese Ausstellung erschließt ein bislang kaum betretenes Terrain und ermöglicht einen neuen Blick auf jene entscheidende Werkphase, ohne die Nitschs gesamtes OEuvre undenkbar wäre.“
Damit positioniert sich das Museum auch programmatisch neu. Laut Angaben rund um die Neuausrichtung soll das Haus nach dem Umbau mit mehr Ausstellungsfläche und einem geschärften Profil stärker als eigenständiger Ort für die Auseinandersetzung mit dem Wiener Aktionismus wahrgenommen werden.
Die Ausstellung „Hermann Nitsch. 1960 bis 1965“ ist ab 26. März 2026 zu sehen und läuft laut Veranstaltungshinweisen bis 5. Juli 2026.
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