Mit dem Spatenstich in Wagenham hat NGEN Austria den Bau eines groß dimensionierten Batteriespeichers offiziell begonnen. Die Inbetriebnahme ist noch für 2026 geplant. Die Anlage soll dazu beitragen, erneuerbare Energien besser ins Stromnetz zu integrieren und die Versorgung zu stabilisieren.
In Wagenham in der Gemeinde Pischelsdorf am Engelbach ist der offizielle Start für ein neues Energieinfrastrukturprojekt erfolgt. Mit dem Spatenstich hat die NGEN Austria GmbH den Bau einer Energiespeicheranlage begonnen, die nach Unternehmensangaben zu den größten ihrer Art in Europa zählt. Noch 2026 soll das Batteriespeichersystem in Betrieb gehen.
Das Projekt ist auf eine zentrale Aufgabe im Energiesystem ausgerichtet: Es soll Strom aus erneuerbaren Quellen zwischenspeichern und bei Bedarf flexibel wieder bereitstellen. Damit sollen vor allem Schwankungen aus Wind- und Solarenergie ausgeglichen werden. Zugleich soll die Anlage die Netzstabilität erhöhen.
Prominente Vertreter aus Politik und Unternehmen vor Ort
Zum Spatenstich kamen Vertreter des Unternehmens, der Gemeinde und der Landespolitik. Anwesend waren unter anderem Dejan Paravan, Co-CEO der NGEN-Gruppe, Matija Dolinar, Chief Commercial Officer der NGEN-Gruppe, Andreas Ljuba, Country Manager der NGEN Austria GmbH, der oberösterreichische Landtagsabgeordnete Klaus Mühlbacher, Bürgermeister Gerhard Höflmaier sowie Amtsleiter Hermann Geubmüller.
Andreas Ljuba verwies auf die längere Vorlaufzeit des Projekts. Seit 2023 werde an der Entwicklung gearbeitet. Mit dem Baustart in Wagenham setze NGEN nun nach Projekten in Arnoldstein in Kärnten und Fürstenfeld in der Steiermark einen weiteren großen Schritt auf dem österreichischen Markt.
Speicher sollen erneuerbare Energie besser nutzbar machen
Im Zentrum des Projekts steht die Rolle von Batteriespeichern für die Energiewende. Solche Anlagen gelten als wichtige Ergänzung zum Ausbau von Wind- und Solarenergie, weil sie überschüssigen Strom aufnehmen und zeitversetzt wieder ins Netz einspeisen können. Das entlastet die Infrastruktur und erhöht die Flexibilität des Stromsystems.
Matija Dolinar bezeichnete die Anlage in Wagenham als Österreichs größte systemdienliche Energiespeicheranlage und als eine der größten in Europa. Oberösterreich sei als Schnittstelle zu Deutschland ein besonders relevanter Standort im europäischen Stromnetz. Gerade dort seien leistungsfähige Speicherlösungen notwendig, um die Energiewende effizient voranzutreiben.
Auch NGEN-Co-CEO Dejan Paravan stellte den strategischen Anspruch des Unternehmens heraus. Das Projekt in Wagenham sei ein konkretes Beispiel dafür, wie der Übergang zu einem sauberen, dezentralen und widerstandsfähigen Energiesystem praktisch umgesetzt werden könne.
Bedeutung für Region und Land
Für die Gemeinde Pischelsdorf am Engelbach ist der Bau der Energiespeicheranlage auch ein Standortsignal. Bürgermeister Gerhard Höflmaier sprach von einem wichtigen Impuls für Innovation und regionale Entwicklung. Die Entscheidung für Wagenham zeige, dass die Region als Standort für Zukunftstechnologien an Bedeutung gewinne.
Auch aus Sicht des Landes Oberösterreich hat das Projekt eine energiepolitische Dimension. Landtagsabgeordneter Klaus Mühlbacher betonte, dass die Energiewende nur mit drei Bausteinen gelingen könne: erneuerbarer Erzeugung, leistungsfähigen Netzen und Speichern. Das Batteriespeicherkraftwerk in Wagenham sei deshalb ein zukunftsweisendes Infrastrukturprojekt, das helfen könne, erneuerbare Energie effizient zu nutzen, das Stromnetz zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit zu stärken.
Inbetriebnahme noch 2026 geplant
Nach Angaben von NGEN soll die Anlage bereits 2026 eine zentrale Rolle im regionalen Energiesystem übernehmen. Mit dem Projekt baut das Unternehmen seine Präsenz in Österreich weiter aus. Für Oberösterreich bedeutet der Baustart zugleich eine Aufwertung als Energiedrehscheibe im europäischen Kontext.
Mit dem Spatenstich ist nun der sichtbare Beginn eines Vorhabens erfolgt, das weit über die Region hinaus Bedeutung beansprucht. Entscheidend wird sein, ob die Anlage wie geplant 2026 ans Netz geht und ihre Rolle als Puffer für ein zunehmend erneuerbar geprägtes Stromsystem erfüllen kann.





