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HELLA schließt Geschäftsjahr 2025 mit 173 Millionen Euro Umsatz ab

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Andreas Kraler, geschäftsführender Gesellschafter der HELLA Gruppe

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Strategische Konsolidierung, Investitionen in Outdoor Living und der Umbau der Produktion sollen dem österreichischen Sonnenschutzspezialisten ab 2026 wieder Wachstum bringen

HELLA hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzernumsatz von rund 173 Millionen Euro abgeschlossen. Für den österreichischen Marktführer für Sonnen-, Licht- und Wetterschutzsysteme ist das Ergebnis Ausdruck einer bewussten Übergangsphase. Das Unternehmen reagierte damit auf ein weiterhin schwaches Marktumfeld in der Baubranche und auf eigene strategische Weichenstellungen.

Nach Angaben des Unternehmens war das vergangene Jahr nicht nur von einer zurückhaltenden Nachfrage geprägt. HELLA nutzte die Phase auch für tiefgreifende Anpassungen in Marktbearbeitung, Sortiment und internationaler Vertriebsstrategie. Ziel sei es, die Basis für neues Wachstum in den kommenden Jahren zu schaffen.

Fokus auf Outdoor Living als Wachstumsfeld

Trotz der Konsolidierung investiert HELLA weiter in neue Produkte, Produktion und Infrastruktur. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Outdoor Living, also auf Lösungen für zusätzlichen Wohnraum im Freien. In diesem Segment sieht das Unternehmen deutlich bessere Wachstumsaussichten als im klassischen Bauumfeld.

Eine Schlüsselrolle soll dabei eine neue Generation von Lamellendächern spielen. Die modulare Lösung will HELLA im April bei einem Launch-Event in Stuttgart erstmals präsentieren. Das Produkt setzt laut Unternehmen auf Langlebigkeit und Reparaturfreundlichkeit. Vorgesehen sind zudem zusätzliche Funktionen wie integrierte Glas- oder Photovoltaik-Elemente.

Mit dieser Positionierung will sich HELLA gezielt als Premiumhersteller in einem Markt etablieren, der in den kommenden Jahren weiter zulegen dürfte.

Werne wird zum Kern der Produktionsoptimierung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der industriellen Neuaufstellung. Am deutschen Standort Werne stellt HELLA die Fertigung auf Fließproduktion um. Das Unternehmen erwartet dadurch deutlich kürzere Durchlaufzeiten und schnellere Einarbeitungen neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Voraussetzungen dafür wurden bereits im Dezember 2025 geschaffen. Durch die Anmietung zusätzlicher Hallen wurde die Produktions- und Logistikfläche um knapp 35 Prozent erweitert. Nach Unternehmensangaben investierte HELLA dafür rund eine Million Euro.

Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb. Neben zusätzlichen Kapazitäten für Terrassendächer und Senkrecht-Markisen soll die neue Struktur auch die logistische Anbindung verbessern und damit die Auslieferung beschleunigen.

Nachhaltigkeit soll Kosten senken und Standorte stärken

Auch beim Thema Energie setzt HELLA den eingeschlagenen Kurs fort. Die Konzernzentrale im osttirolerischen Abfaltersbach produziert nach Unternehmensangaben bereits heute mehr Energie, als sie verbraucht. Um die Energieautarkie des Hauptstandorts zu sichern, sind für 2026 weitere Investitionen in die Infrastruktur geplant.

Am deutschen Standort Geislingen investiert HELLA rund 1,5 Millionen Euro in Dachsanierung und Energieeffizienz. Eine neue Photovoltaik-Anlage soll dort künftig mehr als ein Drittel des eigenen Energiebedarfs decken. Das in Abfaltersbach entwickelte Energiekonzept, Energie sparen, erzeugen und speichern, wird schrittweise auch auf weitere Standorte übertragen.

Zielmarke liegt wieder über 200 Millionen Euro

Mit der Kombination aus Produktinnovation, Kapazitätsausbau und Energieoptimierung verfolgt HELLA ein klares Ziel: Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll der Umsatz wieder über die Marke von 200 Millionen Euro steigen.

Damit knüpft das Unternehmen an die starken Jahre 2022 und 2023 an. Für HELLA ist neues Wachstum nicht nur eine wirtschaftliche Zielgröße. Es gilt auch als Voraussetzung, um die bestehenden Strukturen langfristig zu sichern und die eigene Position bei Innovation und Marktanteilen im internationalen Wettbewerb zu behaupten.

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