Nach 35 Jahren im Unternehmen scheidet Oliver Zipse planmäßig aus dem Vorstand der BMW AG aus. Sein Nachfolger Milan Nedeljković übernimmt den Vorstandsvorsitz bis 2031. Auch im Produktionsressort gibt es einen Wechsel.
Bei der 106. Hauptversammlung der BMW AG ist ein Führungswechsel an der Spitze des Münchner Autobauers vollzogen worden. Oliver Zipse übergibt mit Ablauf des Tages den Vorsitz des Vorstands an Milan Nedeljković. Zipse beendet damit seine Vorstandstätigkeit nach insgesamt 35 Jahren im Unternehmen planmäßig.
Der Aufsichtsrat würdigte Zipses Verdienste um die BMW Group. Aufsichtsratschef Nicolas Peter hob hervor, Zipse habe das Unternehmen strategisch neu ausgerichtet und durch globale Krisen wie die Corona-Pandemie geführt. Besonders verbunden bleibe sein Name mit der Neuen Klasse, dem zentralen Zukunftsprojekt des Konzerns.
Nedeljković übernimmt bis 2031
Milan Nedeljković gehört dem Vorstand der BMW AG seit 2019 an und verantwortete bislang das Ressort Produktion. Der 57-Jährige begann seine Laufbahn bei BMW 1993 als Trainee und sammelte internationale Führungserfahrung in mehreren Werken, darunter Oxford, Leipzig und München. Zudem leitete er den Bereich Unternehmensqualität.
Sein Vertrag als Vorstandsvorsitzender läuft bis in das Jahr 2031. Nedeljković kündigte an, BMW mit konsequentem unternehmerischem Handeln durch ein dynamisches Marktumfeld führen zu wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei Profitabilität, Geschwindigkeit und die Einführung der Neuen Klasse.
Raymond Wittmann wird Produktionsvorstand
Die Nachfolge Nedeljkovićs im Produktionsressort übernimmt zum 14. Mai Raymond Wittmann. Der 47-Jährige ist seit 2015 bei der BMW Group tätig und leitete seit 2024 den Bereich Konzernstrategie und -entwicklung. Zuvor hatte er mehrere Führungsfunktionen in verschiedenen Unternehmensressorts inne.
Nicolas Peter bezeichnete Wittmann als Manager, der strategisches Denken mit operativer Exzellenz und betriebswirtschaftlicher Verantwortung verbinde.
Änderungen im Aufsichtsrat und bei Aktienstruktur
Im Rahmen der Hauptversammlung soll zudem Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG, für vier Jahre neu in den Aufsichtsrat gewählt werden. Die Amtszeit von Heinrich Hiesinger, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von ThyssenKrupp, endet mit Ablauf der Hauptversammlung.
Im Anschluss an die Hauptversammlung findet eine gesonderte Versammlung der Vorzugsaktionäre statt. Dort soll über die Zustimmung zur Umwandlung sämtlicher Vorzugsaktien in Stammaktien entschieden werden.






