Vor Apuliens Küste haben Taucher ein römisches Handelsschiff mit Amphoren entdeckt. Der Fund blieb monatelang geheim, um Plünderungen zu verhindern – nun beginnen archäologische Untersuchungen.
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Auf dem Grund des Ionischen Meeres vor der Küste der süditalienischen Region Apulien sind die Überreste eines großen Schiffs aus römischer Zeit mit einer Ladung von Amphoren entdeckt worden. Der Fund erfolgte bereits vergangenen Juni, wurde aber erst am Dienstag öffentlich bekanntgegeben. Auf das Schiff war man im Rahmen routinemäßiger Kontrolltätigkeiten der italienischen Finanzpolizei gestoßen.
Nachdem die Beamten mithilfe der Bordausrüstung Unregelmäßigkeiten am Meeresboden festgestellt hatten, entschieden sie sich zu Tauchgängen. Sie stießen dabei auf die Überreste des Schiffs.
Ständige Überwachung
„Die Notwendigkeit, dieses bedeutende Unterwasserfundgebiet zu schützen, hat gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren zu der Entscheidung geführt, den Fund zunächst streng vertraulich zu behandeln“, erklärte die Finanzpolizei in einer Mitteilung. Ziel sei gewesen, Plünderungen zu verhindern, bis eine geeignete Strategie für das weitere Vorgehen ausgearbeitet sei. Das Gebiet stehe seit der Entdeckung unter ständiger Überwachung.
In Kürze sollen nach Angaben der Finanzpolizei systematische Erkundungs- und Dokumentationsarbeiten am Wrack beginnen. Dabei sollen modernste Untersuchungsmethoden eingesetzt werden. Diese Maßnahmen gelten als vorbereitender Schritt für die Planung der komplexen archäologischen Unterwassergrabung, für die fachgerechte Bergung der Ladung sowie für die empfindlichen Konservierungsarbeiten an den Fundstücken und den Überresten des antiken Schiffs.






