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"Star Trek": Weltraumabenteuer wird zum Puppentheater

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Da legst di nieda: Scotty geht mit "Star Trek" in die 4. Staffel
©APA/APA/Paramount+/Jan Thijs/Jan Thijs
Mit "Star Trek: Strange New Worlds" kehrte das Sci-Fi-Franchise, das heuer 60 wird, zu seinen Ursprüngen zurück. Die Serie erzählt die Geschichte des Raumschiffs Enterprise unter Kommando von Captain Pike (Anson Mount), bevor Nachfolger James T. Kirk übernimmt. Dieser gehört allerdings bereits zur Besatzung. Langsam nähert sich die Serie damit dem Ende, wurden Staffel 4 und 5 doch hintereinander gedreht. Ab Donnerstag sind die ersten Folgen bei Paramount+ zu sehen.

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Staffel 5 soll dann 2027 starten. Aber wie in den vorherigen 30 Episoden haben sich die Macher für die zehn neuen Folgen wieder einiges ausgedacht, um die Enterprise in Welten zu schicken, die - getreu dem alten "Star Trek"-Motto - nie ein Mensch zuvor gesehen hat. Staffel 4 ist eine bunte Reise durch verschiedene Genres.

"Wir hatten schon immer eine große Vielfalt an Genres", sagt Celia Rose Gooding, die Nyota Uhura spielt, im dpa-Interview. "Aber ich denke, in Staffel 4 und 5 gehen wir wirklich an die Extreme - auf eine Art, die spannend, mitreißend und zugleich sehr herausfordernd ist." Eines dieser Extreme ist eine der wohl originellsten Ideen in der 60-jährigen "Star Trek"-Geschichte, zumindest innerhalb dieser Serie, die immerhin schon eine Musicalepisode beinhaltete. In "Level Five Transporter Accident" werden durch eine Fehlfunktion des Transporters alle Besatzungsmitglieder in Puppen verwandelt, bis auf Spock (Ethan Peck).

Die Puppen stammen aus der Puppenschmiede von Jim Henson. Regie bei der amüsanten Episode führte Jordan Canning ("Die Fraggles"). Für das Phänomen gibt es die üblichen pseudowissenschaftlichen Erklärungen. Vor allem aber gehen eine ganze Menge Herausforderungen damit einher. Denn die Computer auf der Enterprise funktionieren nicht mit Puppenhänden.

In weiteren Folgen trifft die Crew unter anderem auf Dinosaurier, reitet durch einen Western und findet sich auf einem Geisterschiff in einem blutigen Horrorfilm wieder, der bei den Beteiligten traumatische Erinnerungen hinterlässt. Die Episode gehört zu den düstersten in der "Star Trek"-Geschichte.

Der mutige Genremix kommt bei den Schauspielern gut an. "Diese Folgen machen am meisten Spaß", sagt Rebecca Romijn, die Una Chin-Riley alias Nummer Eins spielt. "Sie fordern uns jedes Mal aufs Neue heraus, und genau das macht ihren Reiz aus. Wir sind immer wieder überrascht, wenn wir ein neues Drehbuch bekommen." Dabei sei es wichtig, dass es sich "immer noch ganz klar nach "Star Trek" anfühlt", betont Celia Rose Gooding. "Dass wir diesen Spagat schaffen und beides miteinander verbinden können, fühlt sich einfach gut an."

"Star Trek: Strange New Worlds" funktioniert nach dem klassischen TV-Serienprinzip, nach dem jede Episode eine abgeschlossene Geschichte erzählt. Aber gleichzeitig gibt es eine größere Rahmenhandlung, die eng mit späteren Ereignissen der - nicht immer ganz konsequenten - "Star Trek"-Zeitlinie verbunden ist.

Während James T. Kirk (Paul Wesley) eine immer größere Rolle einnimmt, steht das drohende Schicksal von Captain Pike im Zentrum. Seit einem Blick in die Zukunft weiß Pike, dass er einen schweren Unfall erleiden wird, der ihn lähmt und ihm die Fähigkeit zu sprechen nimmt. Am Ende der dritten Staffel von "Strange New Worlds" bekam er die Möglichkeit, sein gesamtes Leben bis ins hohe Alter ohne den folgenschweren Unfall zu erleben - allerdings nur für einen kurzen Moment, bevor er wieder in die Normalität zurückkehrte. "Das hat für ihn vieles verändert", sagt Mount im dpa-Interview.

"In den ersten drei Staffeln musste er immer wieder neu lernen, dass der Weg das eigentliche Ziel ist. Und ich glaube, diese Lektion hat er inzwischen verinnerlicht. Dadurch kann er seine Rolle als Anführer viel gelassener und souveräner ausfüllen. Er ist sich heute viel stärker bewusst, wie sich die Entscheidungen, die er für sein eigenes Leben trifft, auf alle Menschen um ihn herum auswirken."

Nachdem Staffel 3 bei Fans gemischte Reaktionen ausgelöst hatte, ist die Enterprise in den neuen zehn Folgen wieder auf Kurs. Mit originellen Ideen, kinoreifer Optik und großer Experimentierfreude knüpft "Strange New Worlds" in Staffel 4 wieder stärker an die Qualitäten der ersten Jahre an.

(Die Gespräche führte Philip Dethlefs/dpa)

(S E R V I C E - www.paramountplus.com/at/shows/star-trek-strange-new-worlds/ )

Martin Quinn as Scotty in season 4, episode 2, of Star Trek: Strange New Worlds streaming on Paramount+, 2026. Photo Credit: Jan Thijs/Paramount+

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