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Wenn neue Fälle wie jetzt auftauchen, "dann merke ich, dass ich manchmal immer noch Opfer bin. Weil ich so mitleide", so die 56-Jährige, die in der "Krone" von einem erlebten sexuellen Übergriff als Siebenjährige und einer Vergewaltigung als 16-Jährige erzählt. In Richtung des Kabarettisten findet die Schauspielerin, die heuer für ihre Rolle in dem Streifen "How to be Normal and the Oddness of the Other World" von Florian Pochlatko mit dem Österreichischen Filmpreis als beste Nebendarstellerin geehrt wurde, klare Worte.
Das von Paal auf Social Media hochgeladene Video, in dem er sich zu den Vorwürfen äußerte, nennt sie "unerträglich". "'Ich habe Schande über mich gebracht', hat er da gesagt. Ich sage: 'Nein, du hast ein Leben zerstört.' Und da rede sie noch gar nicht "von den vielen Leben, die durch Missbrauchsbilder und -videos zerstört werden". Seinen Auftritt bezeichnet sie als "wehleidig und tatsächlich eine Schande. Für ihn. Einfach nur erbärmlich".
Auch in ihrem Beruf hat die Schauspielerin immer wieder übergriffiges Verhalten erlebt, wie sie weiter berichtet. So habe etwa ein Beleuchter eine Kamera am Set versteckt, "die mir die ganze Drehzeit zwischen die Beine gefilmt hat". Als sie es bemerkt hat, habe sie die Kamera zerstört und gefordert, "dass der Typ vom Set gewiesen wird. Wurde er nicht, ich musste weiterdrehen". Allen Kolleginnen, die Missbrauch erfahren, sich aber nicht trauen, an die Öffentlichkeit zu gehen, lädt sie dazu ein, "mich als ihr Schutzschild zu nehmen. Sie können mich jederzeit kontaktieren".
