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Programmschwerpunkte und Album zum 100er von Peter Alexander

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Peter Alexander war Entertainer durch und durch
Sänger, Schauspieler, Moderator, Entertainer durch und durch: Der Name Peter Alexander steht auch fünfzehn Jahre nach seinem Tod für variantenreiche Unterhaltung. Am 30. Juni hätte Alexander, der sich mit Liedern wie "Der letzte Walzer", über 50 Filmen und zahlreichen TV-Shows ins Gedächtnis einer Generation einschrieb, seinen 100. Geburtstag gefeiert. ORF 2, ORF III und ORF ON würdigen ihn mit Programmpunkten. Bei Sony erscheint ein neues Best-of-Album.

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Am 29. Juni (20.15 Uhr) steht ein Wiedersehen mit der Doku "Hier ist ein Mensch: Peter Alexander" auf dem Programm von ORF 2 und ORF ON. Die vier Filmklassiker "Im Weißen Rössl", "Saison in Salzburg", "Die Abenteuer des Grafen Bobby" und "Charleys Tante" sind auf ORF 2 am 27. Juni und am 4. Juli, jeweils ab ca. 9.30 Uhr und 11 Uhr, zu sehen. Am 9. Juli (22.30 Uhr, ORF 2 und ORF ON) spricht Alfons Haider als einer der Gäste bei "Stöckl" über den großen Entertainer. Zahlreiche Filme mit Peter Alexander zeigt außerdem ORF III im Juli. Am tatsächlichen Geburtstag würdigt "Kultur Heute" den Unterhaltungskünstler mit einer eigenen Schwerpunktsendung.

Am Freitag bringt Sony Music die Zusammenstellung "Seine größten Erfolge und mehr" auf drei CDs, zwei LPs und als Download heraus. Enthalten sind 70 bzw. 29 (auf goldenem Vinyl) Hits in chronologischer Reihenfolge.

Peter Alexanders Tod im Februar 2011 markierte für viele das Ende einer Ära: Mit bubenhaftem Charme, stets einem Lächeln auf den Lippen und einer Portion Wiener Schmäh punktete der 1926 in Wien als Sohn eines Bankbeamten geborene Peter Alexander Neumayer über Jahrzehnte hinweg bei seinem Publikum. Es war die goldene Zeit der TV-Unterhaltung, in der leichte Komödien und eingängige Lieder Hand in Hand gingen, die Samstagabende noch gemeinsam vor dem Fernsehgerät verbracht wurden und man eine Starparade nach der anderen beobachten konnte.

Die Karriere von Alexander begann damit, dass er das nach einjähriger britischer Kriegsgefangenschaft begonnene Medizinstudium gegen eine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar tauschte, die er 1948 abschloss. Zunächst hatte er als Komiker kleine Auftritte am Wiener Bürgertheater, versuchte sich im Kabarett sowie beim Sender Rot-Weiß-Rot, bevor er 1952 ins Schlagerfach wechselte und als Sänger sofort punkten konnte. Bereits sein erstes Lied, "Das machen nur die Beine von Dolores", wurde ein voller Erfolg.

1952 heiratete Alexander die Schauspielerin Hilde Haagen, die ihre Karriere aufgab, um künftig jene ihres Mannes zu managen. 1954 holte ihn Franz Antel zum Film. Auf sein Debüt "Verliebte Leute" folgten "Liebe, Tanz und 1000 Schlager" und "Bonjour, Kathrin" mit Caterina Valente, "Kriminaltango" mit Vivi Bach oder "Im Weißen Rössl" mit Waltraut Haas, "Graf Bobby, der Schrecken des Wilden Westens" mit Gunther Philipp und "Hauptsache Ferien" mit Christiane Hörbiger. Mit Operettenfilmen wie "Hochzeitsnacht im Paradies" oder "Die lustige Witwe" eroberte er weitere Publikumsschichten.

Das Fernsehen untermauerte letztlich auch seinen Status als Superstar, der über die österreichischen Grenzen hinaus strahlte. Ab 1969 hatte er eine eigene TV-Show, "Peter Alexanders Wunschkonzert" des Jahres 1973 erreichte mit 79 Prozent Einschaltquoten deutschen Rekord. Auch hierzulande war der "Gigant des Showbusiness", wie Rudi Carrell ihn nannte, mit seinen Sendungen ein sicherer Publikumsmagnet. Und das brachte ihm auch namhafte Unterstützung ein, konnte er doch das Who-is-Who der damaligen Unterhaltungsbranche bei sich begrüßen - von Liza Minnelli und Tom Jones über Plácido Domingo sowie Johnny Cash bis zu Richard Chamberlain und Montserrat Caballé reichte die Auswahl.

Seine allerletzte "Peter Alexander Show" flimmerte 1995 über die Bildschirme, ihr sollte ein Jahr später nochmals ein Geburtstagsspecial folgen. Es gab zwar immer wieder Pläne für eine Rückkehr, allerdings kamen diese nicht zustande - auch weil Alexander mit der Entwicklung des Fernsehens nicht glücklich war. So trat er bei einer Show zu seinem 80. Geburtstag nur mittels Videobotschaft in Erscheinung. 2003 verstarb seine Frau. Ein weiterer Schicksalsschlag folgte 2009, als seine Tochter bei einem Autounfall in Thailand ums Leben kam. Alexanders eigenes Ableben im Alter von 84 Jahren sorgte 2011 für ein gewaltiges Medienecho und zahlreiche Trauerbekundungen.

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