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ESC-Intervalact Parov Stelar: "Es geht um eine Erfahrung"

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Im Finale des 70. Eurovision Song Contests wird ein österreichischer Superstar auf der Bühne in der Wiener Stadthalle stehen. Die Rede ist nicht vom heimischen Act Cosmó, sondern von Electro-Swing-Legende Parov Stelar. Der 51-jährige DJ präsentiert als Pausenact beim Musikbewerb als Weltpremiere seinen neuen Song "Black Lilies" - in gewohntem Parov-Stelar-Gestus, aber mit einer mächtigen Inszenierung für 170 Millionen TV-Zuschauer.

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Hintergrundbilder im Stile von Fritz Langs Stummfilmklassiker "Metropolis" flimmern im Hintergrund, wenn der Starmusiker am Ende auf einer Pyramide am Mischpult im großen Hallenrund steht - 30 Tänzerinnen und Tänzer unter sich. "Neu für uns ist, dass wir ein unfassbar professionelles Choreografenteam haben", freute sich Parov Stelar vor Medien über die neuen Dimensionen für seinen Auftritt: "Das Livebusiness ist für mich nicht neu, aber so eine Fernsehproduktion ist dann doch eine andere Hausnummer."

Allerdings habe er in seinen Jahren im Business eines gelernt: "Auch wenn die Produktionen größer und noch größer werden, sind es immer Menschen, die dahinter arbeiten. Es sind dann halt einfach nur mehr Menschen. Das Wichtigste ist und bleibt aber das richtige Team." Im Falle von "Black Lilies" ist das unter anderen Florian Wieder, der auch für die gesamte ESC-Bühne in der Stadthalle verantwortlich zeichnet - "und die schaut nicht nur gut aus, sondern da kann man sich auch wohlfühlen."

Mit von der Partie neben Stelars Band und der Tanztruppe sind auch 18 Streicherinnen und Streicher des RSO, die dem von Georg Wiesinger als Dirigent arrangierten Song ebenfalls einen neuen Touch im Stelar-Universum verleihen. Gemeinsam geht man mit Elektrobeats und dezenten Violinklängen allerdings in gewohnt schnelles Uptempo - was ursprünglich anders vorgesehen war. So hatte der Musiker für ihn eher untypisch eine Ballade für den ESC-Auftritt vorgesehen, die dann doch wenige Tage vor Probenbeginn durch die neue Nummer ersetzt wurde.

Eine eigene Nummer im Hinblick auf das Megaevent geschrieben zu haben, ist dabei eher ungewöhnlich für seine Arbeitsweise, unterstrich Parov Stelar: "Ab dem Zeitpunkt, wo ich den Druck spüre, dass ich einen neuen Song schreiben muss, weiß ich, dass nichts dabei rauskommt. Unter Druck passiert nichts, außer Diamanten."

Aber beim ESC ist eben alles anders, wobei sich Parov Stelar selbst eigentlich nicht als ESC-Nerd sieht. "Ich glaube, ich bin ein ganz neutraler ESC-Mensch." Immerhin einen vielleicht etwas überraschenden persönlichen Song-Contest-Sieger hat Parov Stelar: Nicoles "Ein bißchen Frieden": "Das ist der einzige Song, den ich mitsingen kann."

Umso mehr habe er nun das Ziel, mit "Black Lilies" gleichsam eine Brücke zu bauen bei einem Event, das durchaus polarisiere. "Es geht überhaupt nicht darum, eine Karriere zu pushen, sondern es geht um eine Erfahrung. Und ich sage immer, die kann einem keiner mehr wegnehmen. Auf so einer Bühne zu spielen, ist natürlich nicht nur ein Privileg, sondern einfach eine Ausnahme." Das nächste Mal live in Österreich zu erleben ist Parov Stelar dann am 4. Dezember - in der Wiener Stadthalle.

(S E R V I C E - www.instagram.com/parovstelarofficial/ )

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