ABO

ESC-Heimstätte nimmt mit Laterne, Licht und Co Gestalt an

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
5 min
Die künftige Bühnenform lässt sich bereits indirekt erahnen
©APA, Roland Schlager
Erste gröbere Spuren in der ehrwürdigen Wiener Stadthalle hat der im Mai anstehende 70. Eurovision Song Contest bereits hinterlassen. Der Aufbau der großdimensionierten Bühne bzw. von deren Beleuchtung schreitet voran, wie Stadt Wien- und ORF-Vertreter bei einem Einblick am Donnerstag verlautbarten. Einen speziellen Platz im Entree der Location bekommt ein Geschenk aus der vorjährigen ESC-Ausrichterstadt Basel: Die potenziell kultige Fasnachtslaterne mit Vorjahressieger JJ.

von

Selbige wird ab jetzt Besucher der ESC-Heimstätte - dem Gebäudeensemble der Wiener Stadthalle - im Foyer willkommen heißen, wie man am Beginn eines Presserundganges klarmachte. Man sei 38 Tage vor Beginn des Riesenevents "schon gut vorbereitet", betonten Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und ORF-Interims-Generaldirektorin Ingrid Thurnher. Das "Symbol der guten Übergabe" von Basel nach Wien habe nun - wie versprochen - einen "wichtigen Platz in der Stadthalle" bekommen, so Ludwig.

Prominent dort Platz genommen hat seit Beginn der vergangenen Woche auch der ORF, der laut Thurnher "hier heimisch geworden" ist, um im Mai dann ein "rundum 360-Grad-Erlebnis" und ein "großartiges Musikfest" zu liefern. Und dieses soll bekanntlich auch die Kassen der Stadt füllen, wie Vizebürgermeisterin Barbara Novak (SPÖ) ausführte, die auf die erwartete steigende Wertschöpfung durch die Veranstaltungen plus Nebenevents und zusätzlichen Nächtigungen hinwies.

Zurück in der Stadthalle werden die "Bretter, die die ESC-Welt bedeuten" im Falle des dritten in der Bundeshauptstadt stattfindenden Wettbewerbes rund 2.000 Quadratmeter groß sein. Die gesamte Konstruktion wiegt am Ende des Aufbaus geschätzt schlanke 210 Tonnen. Und es wird massig Teppich ausgerollt: Fast 3.700 Quadratmeter sind es Backstage und im Veranstaltungsbereich. Die beiden Selektionsshows am 12. und 14. Mai sowie das große Finale am 16. Mai werden mit 28 Livekameras ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, die mit rund 170 Millionen Seherinnen und Sehern weltweit beim Song Contest bekanntlich eine durchaus große ist.

Apropos Licht: Dafür sorgen nicht weniger als 2.135 Beleuchtungskörper und 8.500 individuell ansteuerbare LEDs. Dazu kommen unzählige TV-Monitore und LED-Wände, die gemeinschaftlich die Fläche von zwei Basketballfeldern einnehmen.

Seit der Übernahme der Stadthalle - sie ist seit 1958 die größte Multifunktionshalle des Landes - durch den ESC-Ausrichter und -"Host Broadcaster" ORF und den Wettbewerbsveranstalter, die European Broadcasting Union (EBU), wird in der rund 10.000 Quadratmeter großen Haupthalle (Halle D), den Nebenhallen und anderen Räumlichkeiten fleißig gewerkt. Seit wenigen Tagen sogar nahezu rund um die Uhr, hat man doch kürzlich auf je zehnstündige Tag- und Nachtschichten umgestellt. Bis zu 300 Personen sind zu Spitzenzeiten am Aufbau beteiligt, hieß es.

Aktuell ist unverkennbar noch einiges zu tun, man liege aber "gut im Zeitplan", betonten ESC-Head of Production, Daniel Hack, und Technical Supervisor Claudio Bortoli beim medialen und bürgermeisterlichen Besuch vor den am Boden bereits vorbereiteten Beleuchtungsracks. Sie hängen an unzähligen Ketten, die aus der Hallendecke ragen. Die künftige Form der Bühne und vor allem deren Dimensionen lassen sich so bereits erahnen.

Am 19. April habe man dann voraussichtlich "alles in der Halle" und ab dem 24. gibt es erste Proben für die insgesamt neun Shows. Ab 29. April gelte in der Stadthalle dann "Flughafensicherheit", wie Sicherheitsexperte Herbert Wagner ausführte. Schon jetzt kommt aber alles, was in die Halle geliefert wird, unter die Lupe. Erste Besucher werde man dann ab Beginn der eigentlichen ESC-Woche, deren offizieller Start am 10. Mai erfolgt, begrüßen.

Die Baseler "Fasnachtslaterne" ist bei all dem ein kleines Rädchen im großen Getriebe. Das Geschenk, das im Zuge der ESC-Insignienübergabe in Richtung Stadt Wien ging, bekam nun aber einen recht repräsentativen Aufenthaltsort, an dem viele Tausende Menschen in den kommenden Wochen vorbeigehen werden, sagte Stadthallen-Chef Thomas Waldner. Die zentrale Location werde sich jedenfalls "von ihrer besten Seite" und trotz ihres Alters als "State-of-the Art-Arena" präsentieren: "Wien kann Song Contest, die Stadthalle kann Song Contest", zeigte sich Waldner überzeugt.

(S E R V I C E - www.eurovision.com/ , www.stadthalle.com/ )

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER