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Colm Tóibíns neues Buch: "Die Schwestern" suchen das Glück

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Aktualisiert
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Autor Colm Toibin
Das jüngste Buch des irischen Schriftstellers Colm Tóibín "Die Schwestern" ist mehr Novelle als Roman. Tóibín wartet nicht mit großen Knalleffekten und Dramen auf. Vielmehr erzählt er in leisen, sehr präzisen Tönen von den Untiefen geschwisterlicher Beziehungen, meistens aus Sicht der jüngsten Schwester Montse.

von

Nach dem Tod ihres Vaters emigrieren drei Schwestern mit ihrer Mutter von Katalonien nach Argentinien. Die Erwartungen auf ein besseres Leben gehen aber nur für die älteste Schwester Núria voll auf. Sie macht eine gute Partie und führt fortan ein Leben in Reichtum.

Die beiden jüngeren Schwestern dagegen wursteln sich so durch, Conxita als Gesellschafterin bei einer reichen Dame, Montse als Buchhalterin in einer Autowerkstatt. Über die Jahrzehnte leben sich die Schwestern auseinander, bis sie eines Tages gemeinsam das Erbe ihrer Tante in Katalonien antreten. Zu dritt machen sich die inzwischen über 60-Jährigen auf die weite Reise. Was die anderen nicht wissen: Montse will in der alten Heimat ein neues Leben beginnen. Tóibíns Roman handelt von Entfremdung, Kälte und der Wiederentdeckung gemeinsamer Wurzeln, aber auch von den kleinen Freuden des Alltags und dem Trost, den Kompromisse bieten.

(S E R V I C E - Colm Tóibín: "Die Schwestern", Übersetzt aus dem Englischen von Ditte Bandini und Giovanni Bandini, Hanser Verlag, 126 Seiten, 22,70 Euro)

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