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Frau Reinsperger, wir haben da noch eine Frage

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©Hilde van Mas

Burgschauspielerin Stefanie Reinsperger liebäugelt mit Regie, allerdings nur am Theater. Über Textarbeit, Teamgeist und ihre Angst vor Schauspielern.

Würden Sie gern einmal selbst Regie führen?

Diese Frage hätte ich vor einigen Jahren mit einem ganz klaren, vehementen Nein beantwortet. Das ist aber jetzt nicht mehr so. Aber nur am Theater, nicht beim Film, wegen der Technik. Theaterregie würde mich interessieren, weil ich mich unfassbar gerne mit Sprache und mit einem Team beschäftige.

Ich unterrichte jetzt am Reinhardt-Seminar und merke, dass ich sehr gerne Textfassungen mache. Und ich beschäftige mich ja gerne mit Menschen. Für meine Art zu spielen sind immer jene Regisseur:innen inspirierend, die sich für Menschen interessieren und diese auch wirklich mögen.

Ich muss nur noch ein bisschen meine Angst vor Schauspieler:innen ablegen. Dafür brauche ich noch etwas. Als Regisseur bist du so einsam. Man hat natürlich auch sehr viel Verantwortung. Aber ich merke schon, dass mich Regieführen jetzt auf jeden Fall sehr viel mehr reizt als als noch vor ein paar Jahren.

© Bild: Hilde van Mas

Steckbrief

Stefanie Reinsperger

Beruf
Schauspielerin

Stefanie Reinsperger wurde am 30. Jänner 1988 in Baden bei Wien geboren und wuchs teilweise in Belgrad und London auf, da ihr Vater beim Außenministerium arbeitet. Nach der Ausbildung am Reinhardt-Seminar spielte sie drei Jahre in Düsseldorf, ehe sie 2014 ans Burgtheater kam. 2015 wechselte sie ans Volkstheater, 2017 ans Berliner Ensemble. Seit 2021 ermittelt sie als „Tatort“-Kommissarin Rosa Herzog. 2024 kehrte sie als Liliom ins Ensemble des Burgtheaters zurück. Derzeit ist sie auch in Peter Handkes Monolog-Stück „Selbstbezichtung“ am Akademietheater zu sehen, am Burgtheater in „Elisabeth“ von Mareike Fallwickl und in Werner Schwabs „Volksvernichtung“.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 09/2026 erschienen.

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