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Salman Rushdie: „Der Attentäter hat mir viel genommen, aber nicht meine Fantasie“

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Salman Rushdie©IMAGO/Francesca Mantovani

Als sich der Albtraum der Fatwa nach 33 Jahren verflüchtigt zu haben schien, wurde der britisch-indische Weltschriftsteller Salman Rushdie von einem Attentäter schwerst verletzt. Sein Erzählband „Die elfte Stunde“ umkreist mit barocker Farbenpracht den Tod.

Salman Rushdie, der Unerschütterliche, ist nach dem Mordversuch und seinem Memoir „Knife“ (2024) zurück: Der Erzählband „Die elfte Stunde“ dreht sich um das Altern, die Liebe und den Tod. Erhellend und leicht lesen sich die fünf Geschichten.

In den Achtzigern verhängte Ruhollah Khomeini eine Fatwa über den Weltautor. Grund dafür: sein Roman „Die satanischen Verse“. Rushdie musste untertauchen, lebte später aber relativ frei in New York, bis er 2022 von einem islamistischen Attentäter niedergestochen wurde. Er überlebte schwer verletzt und verlor sein rechtes Auge. Über den Iran möchte er ausdrücklich nicht sprechen.

Donald Trump nennt er einen schamlosen Lügner, aber ansonsten ist er ausgesprochen gut gelaunt und begeistert, dass man sich auch für die Partyplanung zu seinem 100. Geburtstag interessiert. So schnell habe er nämlich nicht vor zu sterben.

Herr Rushdie, Ihre neuen Erzählungen sind heiter, weise und oft sehr lustig. Das Beste an Ihrem Buch „Die elfte Stunde“ ist vielleicht, dass es sich nicht wie eine Antwort auf das Attentat liest. Eine gute Nachricht, nicht?

Und wie! Ich bin zurück in der Fiktion, und es fühlt sich sehr gut an. Bevor ich „Knife“ geschrieben hatte, war es mir unmöglich, an Belletristik zu denken. Aber als ich damit fertig war, konnte ich an den Erzählungen arbeiten. Als hätte ich eine kleine Tür geöffnet, und die Fantasie wäre wieder hereingetreten.

Und Sie konnten Ihre Sprache gegen alle Widrigkeiten beschützen.

Es ist, als würde mir meine eigentliche Arbeit wieder in die Hände fallen. Ich wollte mein Leben lang Dinge erfinden, ich war immer ein Autor von Fiktion, aber die Umstände haben mich gezwungen, mich mit Nichtfiktionalem zu beschäftigen. Der Attentäter hat mir viel genommen, aber nicht meine Fantasie. Dass meine neuen Geschichten aber vom Sterben, von der Liebe und der Vergänglichkeit erzählen, hat eher mit dem eigenen Altern zu tun.

In einer Geschichte wacht ein Mann auf und weiß: Er ist tot. Dann kehrt er als Geist zurück, um sich zu rächen. Angenommen, Sie kehren irgendwann auch als Geist zurück, worauf müssen wir uns gefasst machen?

Es gibt ein paar Leute, die ich gerne heimsuchen würde. (lacht) Sonst habe ich aber noch keine konkreten Pläne. Ich vermute, man wird es dann schon merken, wenn ich in der Nähe bin.

Sie haben immer wieder gesagt, keine Rachegefühle gegenüber dem Attentäter zu hegen. Das ist bewundernswert. Warum eigentlich nicht?

Er interessiert mich nicht. Hätte ich ihm gegenüber schlechte oder gar böse Gefühle, würde das bedeuten, dass ich immer noch feststecke. Und eigentlich möchte ich vorwärtsgehen. Ich werde nie vergessen, wie ich blutend dalag und wusste: Jetzt stirbst du. Wissen Sie, was daran besonders war? Ich hatte gar keine Angst, ich war nur traurig. Da ich offensichtlich nicht gestorben bin und nochmals kostbare Zeit geschenkt bekommen habe, muss ich das Attentat hinter mir lassen, um mit dem Rest meines Lebens weiterzumachen.

Solange man lebt, will man am Leben festhalten. Kaum jemand erträgt die Wahrheit, dass wir das nicht können

Salman RushdieAutor

Sie etablieren das Bild der elften Stunde. Wenn diese schlägt, würden wir uns in der letzten Phase des Lebens befinden, bevor wir um Mitternacht sterben. Wir wissen nichts über unser Ende, warum halten das viele so schlecht aus?

Solange man lebt, will man am Leben festhalten. Und kaum jemand erträgt die Wahrheit, dass wir das schlicht nicht können. Ich habe in meinen neuen Erzählungen darüber nachgedacht, wie unterschiedlich Menschen sich diesem letzten Akt des Stücks, wenn man so will, stellen. Mit Mut, mit Resignation? Oder tobt man sogar? Manchmal kann es eine interessante Kombination geben, wie im Fall von Beethoven.

Inwiefern?

Er war sehr wütend, weil er taub wurde. Aber in diesem Zustand komponierte er die Neunte Sinfonie, deren Kernstück die „Ode an die Freude“ ist. Er widerspricht sich darin selbst. Ich bin dann zum Schluss gekommen, man kann am Montag wütend und am Freitag friedlich gestimmt sein. Aber dem unvermeidlichen Moment des Endes: Ihm entkommt niemand. Es war mir wichtig, helle Geschichten zu erzählen. Dass wir alle sterben müssen, ist nun wirklich keine Neuigkeit.

Trotzdem, die Gelassenheit Ihrer Figuren, bevor sie sterben, ist erstaunlich. Was macht diese Gelassenheit aus?

Wüsste ich das Rezept, würde ich es verraten. Die Gelassenheit ist vermutlich hart erarbeitet, ist das jetzt besser? Nicht wirklich.

Sie haben kürzlich gesagt: Junge Menschen müssen Weisheit vortäuschen, alte Menschen Energie. Das ist großartig!

Ja, es wird nicht einfacher. (lacht) Natürlich fällt es einem im Alter schwerer, Energie aufzubringen. Ich finde aber, dass ich mich ziemlich gut schlage. Als ich diese Geschichten schrieb, war aber einer der Gründe für ihre Länge, dass ich noch nicht wieder die Kraft hatte, einen Roman zu schreiben. Jetzt glaube ich hingegen, dass es bald wieder klappt. Was ich am Altern mag: Ich sage und schreibe nur noch, was ich wirklich denke, und halte mich nicht damit auf, was erlaubt ist oder nicht.

Man spürt auch einen Trotz in Ihren Geschichten, man liest Ihr neues Buch nicht als Vermächtnis, nicht als Ihr letztes Buch. Ich habe gehört, Sie planen die Party für Ihren 100. Geburtstag?

Oh, ja! Schön, dass Sie sich dafür interessieren. Es wird eine Discoparty. Aber wir haben noch keinen DJ.

Welche Musik soll gespielt werden? Rock, Pop oder Electro?

Bitte keinen Electro. Man muss gut dazu tanzen können. Motown fände ich gut. Solider Bass und schöner Soul.

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Die satanischen Verse. Ein für Außenstehende kaum verstehbarer Roman zieht im Februar 1989 die Fatwa nach sich: Jeder Moslem soll Rushdie töten. © IMAGO/Not Known
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 © IMAGO/BjörnOwe Holmberg

Sie selbst sind dem Tod davongekommen. Wer davongekommen ist, denkt vermutlich anders über Sterblichkeit nach. Fühlen Sie sich dadurch manchmal isoliert von anderen?

Nein, ich fühle mich nicht isoliert, aber ich glaube schon, dass es einen fundamental verändert, wenn man sich das eigene Ende schon einmal aus nächster Nähe anschauen konnte. Im besten Fall wird es zum Erkenntnisgewinn. Nach so einem Ereignis gibt es zunächst eine schwere Traumaphase, dagegen war ich auch nicht immun. Ich habe über Jahre eine intensive Therapie gemacht.

Ihren Therapeuten haben Sie gefragt, warum Sie keine Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung hätten. Und er sagte: „Because you’re a badass!“

Was für ein Kompliment, oder? Ob das ein medizinischer Begriff sei, habe ich gefragt, und er meinte: Ja! Er ist ein sehr lustiger Typ, mein Therapeut.

Dass man immer noch am Leben ist, kann man vielleicht nie ganz fassen. Als würde man ins Leere greifen, weil es ein Wunder ist?

Ich muss sagen, es fühlt sich wirklich wie ein Wunder an. Ich hatte großes Glück, denn die Wahrscheinlichkeit war groß, dass ich das nicht überlebe. Natürlich ist es nicht nur Glück, sondern auch dem Können der Chirurgen zu verdanken. Man sagt sich danach viel öfter: Verschwende deine Zeit nicht. Das gibt mir neuen Antrieb für meine Arbeit. Ich bin noch motivierter, weiterzuschreiben.

Sie sind nicht bitter geworden, Ihr Humor scheint besser denn je. Aber Sie sind körperlich versehrt, jeden Tag werden Sie damit konfrontiert. Wie gehen Sie damit um?

Es war sehr schwierig. Meine Genesungsphase war ziemlich lang. Ich meine damit die körperliche Genesung, im Gegensatz zur psychischen Genesung. Und selbst nachdem alle Verletzungen verheilt waren, dauerte es noch lange, bis ich meine körperliche Kraft wiedererlangt hatte. Es war sehr seltsam, sich daran gewöhnen zu müssen, dass ich, wenn mir jemand eine Flasche zum Öffnen gab, den Deckel nicht aufdrehen konnte, weil die Hand nicht stark genug war. Das war ein Schock.

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 © Beigestellt

Das Attentat ereignete sich 2022. Und schon 2024 ist Ihr Buch „Knife“ erschienen. Dachten Sie nie: Vielleicht ist es viel zu früh, schon darüber zu schreiben?

Wenn ich gedacht hätte, es sei noch zu früh, hätte ich das Buch nicht geschrieben. Das erste Kapitel war besonders schwer und auch ausgesprochen emotional für mich. Ich beschreibe dort das Attentat mit den wenigen eigenen Erinnerungen in einer Art Collage mit dem, was mir andere Leute erzählt haben.

Wenn man an die freie Rede glaubt, muss man auch verteidigen, dass das Ungemütliche ausgesprochen werden darf. In Ihrer Erzählung „Der alte Mann auf der Piazza“ gibt es nur noch Variationen von „ja“, das Wort „nein“ wird verboten. Wovor möchten Sie damit warnen?

Wichtig war mir, dass diese Piazza überall auf der Welt sein kann. Es geht mir um den Zusammenbruch der Sprache in allen Gesellschaften. Wenn dieselben Worte für unterschiedliche Gruppen verschiedene Dinge bedeuten, ist das eine gefährliche Situation. Wir verstehen uns nicht mehr.

Die allerletzten Zeilen in „Die elfte Stunde“ sind deshalb auch überraschend düster. „Was wird aus uns? Wir haben keine Ahnung, wie es weitergeht. Uns fehlen die Worte.“ Sprache ist das, was uns verbindet. Was passiert, wenn sie versagt?

Wenn die Sprache versagt, wenn sie uns nicht mehr zusammenbringt, sondern spaltet, stehen wir schlecht da. Meine Geschichte bietet aber keine Lösung an, weil es nicht die Aufgabe des Schriftstellers ist, die Probleme der Welt zu lösen. Aber es ist meine Aufgabe, auf die Probleme hinzuweisen.

Sie vermenschlichen die Sprache. Sie sitzt allein auf der Piazza und denkt nach, was eine Sprache eben so macht, wenn sie sich schlecht behandelt fühlt. Kann die Personifikation deutlicher zeigen, was wir der Sprache antun?

Ja, ich hoffe, dass es diese Wirkung hat. Aber dass die Sprache wie eine Person über die Piazza spaziert, hatte ich nicht geplant. Dann fand ich es aber doch ein interessantes Bild, um zu zeigen, wie sie sich ausgeschlossen fühlt. Es hat mir großen Spaß gemacht, sie in zu enge Schuhe zu stecken, sie fühlt sich eingeengt. Manchmal spuckt mir die Fantasie einfach etwas aus, dann muss ich entscheiden, ob das eine gute oder eine schlechte Idee ist.

Meinungsfreiheit bedeutet nicht nur, zu schreiben, was man will, sondern auch, zu lesen, was man möchte. In Amerika wurden unter anderem „Huckleberry Finn“ oder „Der Fänger im Roggen“ verboten. Es sind oft Bücher, die die Geschichte von Schwarzen erzählen. Amerika wäre ja aber nichts ohne die Einwanderung.

So ist es. Bei PEN America wurde gesagt, dass bis zu 20.000 Bücher verboten wurden. Es sind die wichtigsten, die je geschrieben wurden. Viele dieser Bücher erzählen von der schwarzen Lebenserfahrung. Was also wird damit versucht? Die amerikanische Geschichte der Sklaverei soll ausgelöscht werden. Das zu beobachten, ist dramatisch.

Vereinzelt werden diese Verbote zwar gerichtlich wieder aufgehoben, aber es ist zentral, dass hier weitergekämpft wird. Amerika ist ein Land, das von Einwanderern zu dem gemacht wurde, was es heute ist. Aber schauen Sie, sogar die Native Americans wurden verfolgt, auch wenn sie die Einzigen waren, die nicht eingewandert sind.

Trump hat keinen moralischen Kompass. Er versucht nicht einmal, die Lügen zu verbergen

Salman RushdieAutor

Sie haben einmal gesagt, Schamlosigkeit sei eine der stärksten Waffen unserer Zeit, und Donald Trump haben Sie einen schamlosen Lügner genannt. Warum kommt er damit nur so unglaublich weit?

Weil er keinen moralischen Kompass hat. Er versucht nicht einmal, die Lügen zu verbergen. Und leider hat er sich eine große Wählerbasis aufgebaut, was bedeutet, dass der Rest der Partei zu viel Angst hat, sich ihm entgegenzustellen. Es ist also nicht nur Trump, es ist auch die Komplizenschaft der Republikanischen Partei. Weil sie alles rechtfertigen, was er tut, egal, wie ungerechtfertigt es ist, hält er sich über Wasser.

Beobachten Sie in Amerika eine Ernüchterung ob der Fragilität der Demokratie? Dann kam ein Autokrat, und die Leute schlossen sich ihm an.

Ja. Aber ein bisschen Hoffnung habe ich noch, weil Leute, die für Trump gestimmt haben, jetzt beginnen, ihre Entscheidung zu bereuen. Die Zwischenwahlen im November werden es zeigen, ich wünschte nur, es wäre nicht erst April.

Comedy ist ein wirkungsvolles Mittel, um gegen Tyrannei anzukämpfen. Wenn man über etwas lachen kann, verliert es an Kraft. Bekannte Late-Night-Moderatoren in Amerika wurden von der Trump-Regierung bedroht.

Wodurch sich die derzeitige US-Regierung meiner Meinung nach auszeichnet, ist ihr völliger Mangel an Humor. Politiker wurden schon immer von Komikern, Journalisten und anderen verspottet, das gehört einfach dazu. Und meistens wissen Politiker, dass das so läuft. Es gibt Karikaturen und Zeitungsartikel, die sich über einen lustig machen, und es gibt Late-­Night-Shows, denen ein Politiker für eine ganze Sendung reicht, um das Publikum zu unterhalten.

Aber die Trump-Regierung hat offensichtlich große Angst vor Humor. Und die Vorstellung, dass der mächtigste Mann der Welt Angst vor einem Late-Night-Comedian haben könnte, ist, nun ja, eine Art Tragödie oder eher eine tragische Komödie.

Sie selbst scheinen mit einer guten Portion Selbstironie ausgestattet zu sein. Legendär war Ihr Auftritt in „Curb Your Enthusiasm“ von und mit Larry David. Er spielt, dass gegen ihn eine Fatwa ausgesprochen wurde, also hat er Sie eingeladen, quasi als „Fatwa-Veteran“. Sie sagen: Eine Fatwa sei ein Sexmagnet. Denn es mache einen zu einem gefährlichen Mann, und Frauen fühlten sich von der Gefahr angezogen. Wie viel Wahrheit steckt in diesem Zitat?

Wenn das nur wahr wäre! (lacht) Es war leider nur Comedy. Aber es hat riesigen Spaß gemacht.

Und 2001 haben Sie sich bei einem Gastauftritt in „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ kurzerhand selbst gespielt.

Oh, ja! Das war toll. Helen Fielding, die Autorin der Romanvorlage, ist eine Freundin von mir. Sie rief mich an und fragte: „Hast du Lust, dich zum Narren zu machen?“ Ich sagte: „Okay, gut.“ Ich war zwar nur zwei Tage am Set, aber es war wunderbar. Und ich wusste wieder: Es ist das Einzige, was ich sonst noch gerne in meinem Leben gemacht hätte. Schon als Student dachte ich darüber nach, Schauspieler zu werden. Sie sehen: Ihnen gegenüber sitzt ein verkannter Schauspieler. Wenn mir also hie und da jemand eine kleine Rolle anbietet, sage ich sofort zu.

Wie steht es eigentlich heute um Ihre Leidenschaft für Videospiele? Früher haben Sie gerne „Super Mario“ gezockt.

Es gab eine Zeit, in den ersten Tagen nach der Fatwa, als ich mich in einer sehr abgeschiedenen Umgebung befand und kaum Leute sah. Da wurde ich tatsächlich zu einem ziemlich guten „Super Mario Bros.“-Gamer. Eigentlich weiß ich gar nicht so genau, wie man dieses Spiel spielt. Aber ich habe es bis zum letzten Level geschafft und den Endgegner besiegt.

© IMAGO/David Zorrakino

Steckbrief

Salman Rushdie

Beruf
Autor

Salman Rushdie, geboren am 19. Juni 1947 in Bombay, Britisch-Indien, übersiedelte mit 14 Jahren nach London, studierte Geschichte und feierte mit dem Roman „Mitternachtskinder" 1981 den ersten Welterfolg.

Acht Jahre später wurde Rushdie für den Roman „Die satanischen Verse“ vom iranischen Religionsführer Khomeini wegen Beleidigung des Propheten mit der Fatwa belegt.

Er lebte jahrelang im Untergrund, wurde geadelt und für sein Werk mit mehreren Ehrendoktoraten geehrt. 2022 wurde er in New York von einem Attentäter schwer verletzt. Er war fünf Mal verheiratet und hat zwei Söhne.

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 19/2026 erschienen.

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