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Gerda Rogers: Astrologie und Horoskope sind ihr Leben

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Gerda Rogers

Gerda Rogers

©Elke Mayr
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Gerda Rogers war im letzten Jahrzehnt die am häufigsten gegoogelte Frau Österreichs. Seit über 30 Jahren ist die Astrologin in der Ö3-Sendung "Treffpunkt Sternstunden" zu hören, wo sie den Zuhörer:innen in Sachen Horoskop beratend zur Seite steht.

Steckbrief Gerda Rogers

  • Name: Gerda Rogers, geb. Beck

  • Geboren am: 1. Jänner 1942 in Mährisch Schönberg, Protektorat Böhmen und Mähren

  • Sternzeichen: Steinbock

  • Wohnt in: Baden bei Wien

  • Beruf: Astrologin, Radiomoderatorin, Unternehmerin

  • Familienstand: Single, zweifach geschieden

  • Kinder: ein Sohn

Am 1. Jänner 1942 erblickte Gerda Rogers - als Steinbock mit Aszendent Skorpion - im ehemaligen Sudetenland, in Mährisch Schönberg, das Licht der Welt. Sie ist das Kind einer sudetendeutschen Mutter und eines Wiener Vaters. Der Aufenthalt im Heimatland war nur von kurzer Dauer, 1945 kam die Aussiedelung. Einige Jahre waren Gerda, ihre Mutter und ihre Schwestern Inge und Renate vom Vater getrennt und flüchteten nach Frankfurt am Main. Dort blieben sie bis zu Gerdas erstem Volksschuljahr.

Erst dann kam die Familienzusammenführung. Da der Vater Wiener war, konnte er seine Familie nach Österreich holen. In der Nähe von Steyr in Oberösterreich verbrachte Gerda Rogers, die sich als Kriegskind betrachtet, ihre Jugend.

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Gerda Rogers im Gespräch mit News.at

© Elke Mayr

Gerda Rogers Zwillingsschwester Renate

In Gerda Rogers Leben gibt es eine ganz besondere Person: Ihre eineiige Zwillingsschwester Renate. Die beiden sind einander nicht nur äußerlich unglaublich ähnlich. Im Gespräch mit News.at erzählt die Astrologin, dass die Zwillingsmädchen die selben Begabungen und Talente haben. Beide Frauen sind selbstständig, die Schwester hat ihr Haus in der Nähe von Gerda Rogers Villa in Baden. Sowohl Gerda als auch Renate haben jeweils ein Kind, sind geschieden und jetzt solo.

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Gerda Rogers (links) mit ihrer Zwillingsschwester Renate

© imago/SKATA

In großen Zügen verläuft ihr Schicksal also gleich, meint Gerda Rogers. Die üblichen Zwillingsstreiche haben sie aber viel zu selten gespielt. Eine Lehrerin behauptete, sie nie auseinander halten zu können, das sei aber im Grunde egal gewesen, da auch ihre schulischen Leistungen immer gleich waren. Bei den Zwillingsschwestern herrschte kein Konkurrenzdenken, sondern sie ergänzten sich ganz wunderbar.

Es gibt noch eine weitere Schwester, Inge, die sehr lange in Australien gelebt hat und nun wieder in Österreich ist. Auch sie ist Single, aber Witwe. Ihr Single-Dasein genießen die drei Schwestern. "Freiheit über alles", meint Gerda Rogers diesbezüglich.

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Gerda Rogers vor ihrer Villa in Baden

© Elke Mayr

Zwei Ehen und ein Sohn

Ursprünglich wollte Gerda Rogers Physiotherapeutin werden und hat auch mit der Ausbildung begonnen. Dann kam ihr 1. Ehemann, ein Doktor der Philosophie, dazwischen. Aus dieser Ehe stammt ein mittlerweile über 50-jähriger Sohn. Er ist verheiratet, lebt in Wien und ist Professor für Latein, Spanisch und Mathematik.

Eine Zeit lang rutschte Gerda Rogers in "die langweilige Hausfrauenrolle", welche die Ehe nicht überstand. Frischer Wind kam den mit amerikanischen Regisseur James Rogers, den sie in einer Hotellobby in Teheran kennen lernte, in ihr Leben. Er wurde ihr 2. Ehemann, seinen Nachnamen trägt sie bis heute. Mehrere Jahre lebte das Paar zusammen in Rom, als die dortige Filmindustrie in voller Blüte war. Es war die Zeit von Sofia Loren, Gina Lollobrigida, Federico Fellini, Marcello Mastroianni oder Helmut Berger.

Gerda Rogers durfte einige dieser Stars persönlich kennenlernen und bezeichnet ihr damaliges Leben als "aufregende Zeit. La Dolce Vita!" Gemeinsam mit ihrem Ehemann bereiste sie zudem die Welt: Die USA, Thailand, Persien. Doch auch diese Verbindung hielt nicht ewig, im Alter von 42 Jahren beendete Mrs. Rogers das Eheleben. Mittlerweile sind beide Männer verstorben.

Astrologie - vom Hobby zum Beruf

Die Astrologie war schon immer ein Hobby von Gerda Rogers. Noch während ihrer Zeit in Rom besuchte sie die ersten Seminare zum Thema. Zurück in Österreich folgte der Weg in die moderne psychologische Astrologie, gemeinsam mit Michael Roscher, einem aus Deutschland stammenden Pionier in dieser Sparte. So wurde ihr Hobby zum Beruf.

Das was heute ist, ist mir einfach passiert
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Die Ö3-Sternstunden gibt es seit dem Jahr 1991

© Elke Mayr

Der ORF Oberösterreich wurde auf Gerda Rogers aufmerksam, man startete zusammen die Sendung "Harmonie". "Die Sendung ist hinaus geknallt, weil ich die Erste war die sagte, Leute können anrufen. Das was heute ist, ist mir einfach passiert", so Rogers. "Auch die Sternstunden gibt es schon seit über 30 Jahren", meint sie nicht ohne Stolz.

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Gerda Rogers hat kein Problem mit Konkurrenz

Mit Konkurrenz hat Gerda Rogers laut eigener Aussage kein Problem. Im Gegenteil. Sie freut sich, wenn junge Kolleg:innen Erfolg haben und nennt sich selbst eine "Förderin der Jugend". "Junge Leute gehören an die Macht", meint Gerda Rogers, die es peinlich findet, dass sich manche "Alte" noch als Pin-up-Girl vor die Kamera stellen.

Junge Leute gehören an die Macht
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Gerda Rogers

© Elke Mayr

Amüsiert erinnert sie ihr Manager und Autor Clemens Trischler daran, dass sie mit 60 das Angebot bekam, für den deutschen Playboy Modell zu stehen. Gerda Rogers war damals in Ungarn, wo sie auf einen Fotografen, der auch für den Playboy arbeitete, traf, der sie fragte, ob er sie dafür fotografieren dürfte. "Ich dachte mir, der kennt mein Alter nicht. Ich habe es zwar als Kompliment aufgefasst, aber dankend abgelehnt", erzählt Gerda Rogers.

Fit dank Gartenarbeit

Wie sieht Gerda Rogers’ Alltag aus? Sie versucht, so zu leben, wie vor 40, 50 Jahren. "Aufstehen, Programm haben, liebe Kunden empfangen, in die Sterne blicken, Veranstaltungen machen. Es nimmt kein Ende. Wer rastet, der rostet", meint die Frau der Horoskope. Jeden Sonntag ist sie für die "Ö3 Sternstunden" live im Studio und lässt uns wissen: Wer sind die Glückskinder des Tages und wer die Pechvögel? Noch nie hat sie gefehlt.

Fit hält sich Gerda Rogers, indem sie sich als - wie sie meint - Gärtnerin in ihrem Garten beschäftigt. Gartenarbeit ist ihre Therapie und ihre Erholung. Fitnessstudio war noch nie ein Thema für sie. Nicht Rauchen, keinen Alkohol trinken und viel Schlaf sind ihre Lebenselixiere.

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Gerda Rogers in ihrem Garten

© Elke Mayr

Gerda Rogers ist glücklicher Single

"Gott sei Dank habe ich keinen Mann, denn da muss ich mich nicht mehr ärgern. Ich brauche mich nicht mehr an- und abmelden. Ein Alptraum, nur daran zu denken, dass jemand hier einziehen würde. Das geht überhaupt nicht mehr. Ein wunderbares Gefühl, frei zu sein", meint sie schmunzelnd. "Nichts gegen die Männer, aber dieses Thema ist glücklich erledigt", versichert die Astrologin. "Es kommen Menschen zu mir, die 70 oder 80 sind und noch immer den Wunsch nach einem Partner haben. Der ist natürlich mit diesem Alter schwer zu finden. Das Material ist nicht mehr da", meint sie.

Nichts gegen die Männer, aber dieses Thema ist glücklich erledigt

Worauf Gerda Rogers aber nicht verzichten möchte, ist das Reisen. Früher "raste" sie regelrecht um die Welt. Das ist jetzt vorbei, meint sie: "Ich habe alles abgegeben und bin ein freier Vogel." Ihr Lieblingsreiseland ist Italien, das man mit dem Auto gut erreichen kann. Aber auch Spanien oder andere Länder, die leicht erreichbar sind, reizen die Astrologin. Die meisten dieser Reisen unternimmt sie mit ihrem Manager Clemens Trischler, den sie schon seit seiner Jugend kennt. Der meint: "Niemand kennt Gerda so gut wie ich - und umgekehrt." Dem stimmt sie lächelnd zu: "Er ist wie ein zweites Kind. Ich sage immer, ich habe drei Kinder: meinen Sohn, meine Nichte, und meinen Manager."

Gerda Rogers und die Sterne

Richtet sich Gerda Rogers, die beruflich ständig mit Horoskopen zu tun hat, auch privat nach den Sternen? Ja, tut sie. Sie sieht sich laut eigener Aussage den Tagesmond an, schaut nach, wie er mit Merkur und Mars steht - und wenn sie einen öffentlichen Auftritt hat denkt sie sich: "Aha, Mars-Merkur-Mond-Quadrat, da hältst Du dich lieber zurück."

Doch die Astrologie alleine reicht der vielfältigen Steinbock-Frau nicht. Nicht nur T-Shirts und Cremen hat Gerda Rogers mit entwickelt, demnächst wird es auch ein Parfum mit speziell an Sternzeichen charakterisierenden Eigenschaften geben, verrät die Unternehmerin.

Passend dazu: 10 Dinge, die sie über Gerda Rogers noch nicht wussten

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