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5 Restaurants, die invasive Arten auf der Speisekarte haben

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Lukas Nagl

Lukas Nagl, Chef des Restaurant Bootshaus in Traunkirchen

©traunseehotels.at/Foto Christof Wagner

Nun kann man wirklich nicht behaupten, dass eingewanderte oder eingeschleppte Arten unbedingt schlecht schmecken würden, im Gegenteil. An diesen Adressen bekommt man eine Ahnung davon, was wir in Zukunft vielleicht essen werden.

1. Restaurant Bootshaus (4801 Traunkirchen)
Das Restaurant Bootshaus im Hotel Das Traunsee gilt als das beste Haus des Landes, wenn’s darum geht, heimischen Süßwasserfisch kreativ zuzubereiten. Der vielfach ausgezeichnete Küchenchef Lukas Nagl beschränkt sich aber eben nicht auf „Prestige-Fische“ wie Reinanke oder Seesaibling, sondern verkocht alles, was ihm die Fischer bringen. Darunter auch die Dreikant- oder Wandermuschel, eine invasive Art, die sich im Traunsee niedergelassen hat.
www.dastraunsee.at/restaurant-bootshaus

2. Grandmother Food (1070 Wien)
Die Küchen Chinas sind bekannt dafür, alles was kreucht und fleucht schmackhaft zuzubereiten. Die Wollhandkrabbe wird in ganz China als saisonale Delikatesse verehrt, das vor drei Jahren eröffnete Restaurant mit Spezialitäten der südostchinesischen Provinz Jiangxi ist eines der wenigen, in der man die Krabbe bisher bekommt – allerdings leider nicht die Invasoren aus Europa, sondern chinesische Importware und dementsprechend kostspielig.

3. Kiang Wine & Dine (1090 Wien)
Quallensalat ist ein Standard vieler vor allem vietnamesischer Restaurants und wird hier von einheimischen Gästen nicht selten als Mutprobe mit Gruselfaktor bestellt. Im geschmackvollen kleinen Bistro von Thomas Kiang ist das anders, hier gibt’s den wahrscheinlich besten Quallensalat des Landes, köstlich frisch und knackig, mit Chili und Gurken.
www.kiangwine-dine.com

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Der Fischgasthof Aumülller in Obermühl an der Donau

 © Beigestellt

4. Seehotel Winkler (5202 Neumarkt/Wallersee)
Das Traditionshaus am Wallersee gilt nicht nur seit jeher als eine der ersten Adressen, wenn’s um den Genuss von Schnecken geht (aka „Schnecken-Winkler“), auch die Flusskrebse stehen hier seit jeher auf der Karte. Das Seehotel Winkler ist wahrscheinlich sogar das einzige Restaurant, das Flusskrebse immer auf der Karte hat.
seehotel.at

5. Fischgasthof Aumüller (4131 Obermühl an der Donau)
Ein ganz besonderer Fall, denn dieses urige Gasthaus an einem der schönsten Donau-Abschnitte des Landes ist das einzige, in dem man noch Fisch aus der Donau bekommt. Und nicht nur das, sondern auch die hier mittlerweile massenhaft vorkommenden Signalkrebse – also keine Zuchtware, sondern echter Donau-Wildfang. Dementsprechend nicht immer verfügbar.
www.fischgasthof.at

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 48/2025 erschienen.

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