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Deutsche Winzerinnen und Winzer erzeugten 2025 weniger Wein

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Das Weinbaugebiet Rheinhessen ist mit 27.499 ha Rebfläche das größte Weinbaugebiet Deutschlands.

©Unsplash, Sven Wilhelm

Weniger Menge, mehr Qualität: Der quantitative Rückgang in der Produktion ist vor allem auf den starken Regen zurückzuführen. Zugleich stieg der Anteil hochwertiger Prädikatsweine.

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Die deutschen Winzer:innen haben 2025 vor allem wegen kräftiger Niederschläge im September erneut weniger Wein produziert. Die Weinbaubetriebe erzeugten rund 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most, das waren um 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 betrug das Minus 10 Prozent.

Stärkere Fäulnisanfälligkeit

Eine stärkere Fäulnisanfälligkeit der Trauben infolge von kräftigem Regen und damit eine verkürzte Lese waren vor allem in den beiden größten Weinbauregionen Rheinhessen und Pfalz der Grund für den Rückgang. Dort wurde dennoch fast die Hälfte (48,1 Prozent) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt.

Die gesamte Ertragsfläche in Deutschland ist der Statistik zufolge nur um 1,1 Prozent (1.100 Hektar) geschrumpft. Auch im Rheingau wurde weniger Trauben gelesen und verarbeitet als im Vorjahr (minus 10,2 Prozent).

Mehr Prädikatsweine

Mehr als zwei Drittel der 2025 erzeugten Weine waren Weißweine (69,6 Prozent). Der Anteil der Prädikatsweine an allen Weinen stieg innerhalb eines Jahres wieder deutlich, auf 29,3 Prozent (2024: 16,1 Prozent).

Unterschiedliche Witterungsverhältnisse haben die Produktion in den 13 Anbaugebieten beeinflusst: Deutlich mehr Wein und Most (plus 12 Prozent) gab es an der Mosel, vor allem wegen der dortigen Handelskellereien. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen auf, um sie zu Wein zu verarbeiten.

Mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent lag die Erzeugung im Weinanbaugebiet Baden leicht über dem Vorjahresniveau. Stärker kletterte sie in Württemberg (11,0 Prozent) und Franken (21,1 Prozent). Auch die kleineren Anbaugebiete Sachsen und Ahr konnten zulegen.

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