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Denn die Konsistenz ist sehr wandelbar: Sobald Chiasamen mit Flüssigkeit in Kontakt kommen, quellen sie auf und bilden eine gelartige Hülle, die sie so herrlich beim Kauen im Mund ploppen lässt. Trocken sind sie klein, hart und knusprig. "Wer Chiasamen direkt isst, ohne abzuwarten, bis sie gequollen sind, sollte unbedingt ausreichend trinken, sonst drohen Verstopfungen", rät Ernährungsexpertin Katharina Holthausen. Außerdem empfiehlt sie, die Körnchen gründlich zu zerkauen, sonst werden die Omega-3-Fettsäuren nicht freigesetzt - unter anderem derentwegen und wegen ihres Gehalts an Ballaststoffen und Eiweiß gelten die Samen oft als "Superfood".
Gequollene Chiasamen verfügen über das Talent, den Geschmack von ihren jeweiligen Kombipartnern anzunehmen. So übernehmen sie etwa die Aromen von Joghurt, Kakao oder Vanille. Im Smoothie fallen die Körnchen geschmacklich kaum auf, aber verzücken all jene, die diese leicht "glibberige" Konsistenz mögen.
Katharina Holthausen weist aber auch auf eine weitere Eigenschaft und deren Auswirkungen hin - und zwar die Verwandtschaft von Chia. Die Pflanze gehört wie Minze, Thymian, Rosmarin oder Salbei zu den Lippenblütlern. "Wer auf eine dieser Pflanzen oder auf Senf allergisch reagiert, sollte auch bei Chia vorsichtig sein", sagt die Ernährungsexpertin.
Chiasamen werden meist aus Mittel- und Südamerika importiert und haben daher recht lange Lieferwege. Eine gute und meist preisgünstigere Alternative sind Holthausen zufolge Leinsamen. Sie weisen eine ähnliche Nährstoffzusammensetzung wie Chia auf. Für die tägliche Omega-3-Aufnahme eignen sich auch ein Esslöffel Rapsöl oder eine Handvoll Walnüsse.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose
