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Supplement-Mythen: Schützt Vitamin C vor Erkältungen?

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Frei verkäuflich bedeutet nicht automatisch unbedenklich
©APA, dpa-tmn, Nico Tapia
Rund ein Viertel der Erwachsenen in Österreich nimmt regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel, um sich etwas Gutes zu tun. In Apotheken kann man sie ganz einfach erwerben. Frei verkäuflich bedeutet aber nicht automatisch unbedenklich, warnen Expertinnen und Experten. "Nahrungsergänzungsmittel sehen zwar häufig aus wie Medikamente, rechtlich sind sie aber Lebensmittel", erklärt Verbraucherschützerin Verena Müller.

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Anders als Arzneimittel durchlaufen sie kein Zulassungsverfahren, in dem Wirksamkeit und Sicherheit umfassend geprüft werden. Für Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit ist immer der Hersteller verantwortlich. Bei der Einnahme von Supplements kann es auch zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln kommen. Außerdem gibt es bisher nicht für alle Vitamine und Mineralstoffe festgelegte Höchstmengen. Die Einnahme hoch dosierter Präparate oder die Kombination mehrerer Produkte könnten zu einer unnötig hohen Aufnahme einzelner Nährstoffe führen. Besondere Vorsicht sei bei hohen Dosen bestimmter fettlöslicher Vitamine und einzelner Mineralstoffe geboten.

Der Körper braucht zwar Vitamine und Mineralstoffe, aber nicht grundsätzlich Nahrungsergänzungsmittel. Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorge den gesunden Körper in aller Regel ausreichend mit lebensnotwendigen Nährstoffen. "Für die überwiegende Mehrheit gesunder Menschen sind Nahrungsergänzungsmittel somit schlicht überflüssig, weil kein Versorgungsdefizit vorliegt, das ausgeglichen werden müsste", so Verena Müller.

Anders könne es bei bestimmten Lebenssituationen, Ernährungsformen oder einem nachgewiesenen Mangel aussehen. Als Beispiele nennen die Expertinnen und Experten Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere, für die Folsäure eine besondere Rolle spiele, sowie vegan lebende Menschen, die auf Vitamin B12 achten sollten.

Wer regelmäßig Vitamin C einnimmt, bekommt dadurch nicht seltener eine Erkältung, so die Expertinnen und Experten. Die Datenlage deute jedoch darauf hin, dass die Einnahme Dauer und Schwere einer Erkältung geringfügig beeinflussen könne.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Nico Tapia/Nico Tapia

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