von
Die schulfreie Zeit kann so eine gute Gelegenheit sein, den Umgang mit Medien in der Familie neu zu betrachten und Kinder darin zu stärken, eigene Beschäftigungen zu finden. "Langeweile ist nichts Negatives, sondern oft der Anfang von etwas Neuem", so Buschmann. Wenn Kinder nicht permanent von außen beschäftigt werden, würden oft eigene Ideen entstehen.
Es kann sich also lohnen, Kinder ihre Langeweile einfach mal bewusst erleben zu lassen. "Wer döst, trödelt oder gedankenverloren vor sich hinwerkelt, schaltet in einen Zustand, den die Forschung mit Kreativität, Problemlösung und Selbstreflexion verbindet. Kurz gesagt: Im Leerlauf entsteht oft das Eigene", sagt der Psychologe.
Von jetzt auf gleich wird das vermutlich nicht ohne Proteste über die Bühne gehen. Buschmann rät Eltern, ein paar passende Impulse bereitzuhalten, an denen sich ein Kind orientieren kann, wenn es anfangs noch einen kleinen Anstoß braucht. Auf lange Sicht kann sich so nach und nach die kindliche Fähigkeit verbessern, freie Zeit auch selbst zu gestalten.
Eltern können dazu reflektieren, welches Bedürfnis ihr Kind sonst über digitale Medien erfüllt. Das kann zum Beispiel der Wunsch nach Action und Bewegung sein, nach Erfolgserlebnissen, nach Gemeinschaft oder Rückzug. Das lässt sich dann auf analoge Alternativen übertragen. Action gibt es etwa im Kletterwald oder im Skatepark, Erfolgserlebnisse bei einer Sporteinheit, Gemeinschaft bei einer Verabredung mit Freunden und Rückzug mit einem spannenden Buch in der Kuschelhöhle.
ARCHIV - Langeweile als Chance: In den Ferien kann Langeweile der Ausgangspunkt für Kreativität und Selbstreflexion bei Kindern sein. (zu dpa: «Sommerferien: Warum Langeweile Kindern guttun kann») Foto: Florian Schuh/dpa-tmn - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit dem genannten Text - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++






