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Limo, Eistee, Cola: So sehr zahlen sie aufs Zuckerkonto ein

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Ein übermäßiger Zuckerkonsum erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes
©APA/APA/dpa-tmn/Anna Hirte/Anna Hirte
Trinkpäckchen, Getränkedose und Kronkorken-Flasche haben eines gemeinsam: Haben wir sie einmal geöffnet, trinken wir sie meist leer. Verschließen geht ja nicht. Diese süße Erfrischung durch Cola, Limonade oder Eistee zahlt allerdings ordentlich aufs Zuckerkonto ein.

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"Viele Erfrischungsgetränke liefern bereits mit einer einzigen Dose oder Flasche einen großen Teil der Zuckermenge, die täglich möglichst nicht überschritten werden sollte", so Ernährungsexpertin Katrin Böttner. Dazu kommt: Die Getränke machen kaum satt und liefern keine wichtigen Nährstoffe. Sie sind das, was Ernährungsexperten "leere Kalorien" nennen. Und: Wir schlürfen sie oft nebenbei - ohne uns der großen Zuckerportion bewusst zu sein.

Doch wie viel Zucker steckt nun in den Getränken? Expertinnen und Experten der Verbraucherzentrale NRW haben sich für einen Marktcheck den Zuckergehalt von 23 nicht wiederverschließbaren Limos, Colas und Eistees angeschaut. Der geringste Gehalt pro 100 Milliliter liegt bei 4,3 Gramm, der höchste bei 11 Gramm.

Dieser Zuckerspitzenreiter ist eine Cola. Sie wird in 330-Milliliter-Flaschen verkauft, womit über 36 Gramm Zucker pro Portion zusammenkommen. Oder wie die Verbraucherschützer "übersetzen": stolze 12,1 Zuckerwürfel. So ist bereits mit einem Getränk ein Großteil der Zuckermenge voll, zu der die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Tag höchstens rät.

Die Empfehlung lautet: Am Tag sollten wir weniger als zehn Prozent des Energiebedarfs durch freien Zucker decken. Idealerweise sind es sogar nur fünf Prozent. Was das konkret heißt:

Als sogenannter freier Zucker gilt dabei Zucker, der Produkten zugesetzt wird - und solcher, der in Fruchtsäften, Honig und Sirupen vorkommt. Zucker, den wir über Obst zu uns nehmen, zählt nicht dazu.

Warum diese Empfehlungen? Ein übermäßiger Zuckerkonsum kann das Risiko für Krankheiten wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Auch die Darmflora kann durch einen hohen Zuckerverzehr aus dem Takt geraten, was sich auch auf das psychische Wohlbefinden auswirken kann.

Hin und wieder darf ein Spaßgetränk natürlich sein. Die Verbraucherzentrale NRW rät allerdings dazu, Limos und Co. lieber in wiederverschließbaren Flaschen oder Packs zu kaufen. Dann hat man zumindest die Option, nach einem kleinen Glas Schluss zu machen.

Langfristig ist eine gute Idee, sich an weniger süße Getränke zu gewöhnen. Wer mit purem Wasser nicht so viel anfangen kann, kann auch mit selbst gemischten Säften den Durst löschen.

Die Formel dafür lautet: drei Teile Wasser, ein Teil Saft. Wer mag, kann den Wasseranteil auch durch ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees ersetzen. "Pfefferminztee harmoniert zum Beispiel gut mit Apfel- oder Orangensaft", schlagen die Verbraucherschützer vor.

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Anna Hirte/Anna Hirte

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