ABO

Kinder bei ihren Träumen unterstützen: Große Ziele, kleine Schritte

In Kooperation mit MERKUR
Subressort
Aktualisiert
Artikelbild
©Istockphoto

Der österreichische Eishockeyspieler Marco Rossi zählt mit gerade einmal 24 Jahren zu den erfolgreichsten Profisportlern des Landes. Er spielt seit 2022 in der NHL und hat es damit auch international zum Durchbruch geschafft. Im Podcast "mensch, merkur!" erzählt er: "Es war mein Kindheitstraum, schon seit ich klein war, wollte ich in der NHL spielen." Sein Mindset deckte sich damit früh mit der Denkweise nordamerikanischer Kinder und Jugendlicher. "Wir Europäer limitieren schon in der Kindheit unsere Ziele", sagt er. "Wir denken nie allzu groß. Die Amerikaner sind überzeugt von sich selbst und sagen 'Ich werde es schaffen.'"

News auf Google bevorzugen

Podcast "mensch, merkur!"

Kinder ermutigen

Er selbst musste sich immer anhören, er sei zu klein für eine Profikarriere. Dass das nicht der Fall ist, beweist er in jedem Spiel auf der Eisfläche. "Du musst groß träumen und kannst nur so gut werden, wie du dir selbst zutraust. Ich habe nie auf das gehört, was die links und rechts von mir gesagt haben", sagt Rossi. Eine besonders wichtige Rolle kommt den Eltern allerdings zu. Sie sind die wichtigsten Bezugspersonen für Kinder, ihre Helden und Vorbilder. Reden sie ihren Sprösslingen allerdings ihre Träume und Ziele aus, ist das Selbstbewusstsein am Boden und damit auch die Motivation. "Meine Eltern haben mir immer gesagt: träum' groß", sagt der NHL-Star.

Die eigenen Kinder bei ihren Zielen zu unterstützen, ist gar nicht so schwer. Im ersten Schritt reicht es nämlich schon, die Kinder zu ermutigen. Auch wenn die Träume der Kinder noch so unerreichbar scheinen: Versuchen Sie, das Leben durch die Augen der Kids zu sehen. Aus ihrer Perspektive haben sie unendlich viel Zeit, an ihren Zielen zu arbeiten. Sie denken weniger in Grenzen und schränken sich dadurch nicht selbst ein. Nicht immer muss der Weg zum Traum nämlich ein gerader sein. Lassen Sie Kinder an ihre Träume glauben und verabschieden Sie sich von der Vorstellung des "realistischen" Ziels.

Blurred image background
 © Istockphoto

Die Ziele von Kindern unterstützen

Gibt es da diese eine Sache, die Ihr Kind einfach nicht mehr loslässt? Dieser Traum, der immer wieder angesprochen wird? Ein Thema, bei dem die Augen Ihres Kindes leuchten und zu dem es aus Eigenmotivation so viel wissen möchte, wie möglich? Dann hat Ihr Kind eine Leidenschaft gefunden und es kann konkreter werden. Halten Sie das Ziel gemeinsam fest. Das Aufschreiben oder Basteln eines Vision Boards können erste Schritte sein, wie Sie Ihr Kind unterstützen.

Je nach Ziel lohnt es sich bereits sehr früh, an der Erreichung der Ziele zu arbeiten. Das Kind möchte später ins Weltall fliegen? Besuche von Sternwarten und kindgerechten Ausstellungen, der Kauf eines Teleskops und passende Bücher helfen dabei, das Interesse hochzuhalten. Das Ziel ist eine Karriere im Profisport? Dann gilt: Je früher und spielerischer mit dem Training begonnen wird, umso besser. Helfen Sie Ihrem Kind, das "Warum" zu identifizieren. Wenn es klar weiß, weshalb es zur Klavierstunde oder Fußballtraining muss, hilft das, dranzubleiben.

"Natürlich war es nicht immer einfach, mich aus dem Schwimmbad von den Freunden zu verabschieden und ins Training zu gehen", erinnert sich Marco Rossi. "Aber ich musste nicht trainieren, ich wollte trainieren", so der Eishockey-Star. Eltern, die dabei Fahrtendienste übernehmen, lobend Schritte begleiten und Raum für Fehler machen, sind unbezahlbar.

Ich musste nicht trainieren, ich wollte trainieren!

Kinder motivieren und ermutigen

Eltern, die Anstrengungen loben und sich dabei auf den Einsatz ihrer Kinder und den Fortschritt konzentrieren, wirken motivierender als solche, die auf das Endergebnis fokussiert sind. Auch Vergleiche mit anderen Kindern und Druck helfen nicht weiter. Was das Kind gern und mit Freude macht, macht es oft. Und was es oft macht, macht es immer besser. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Sportart, das Spielen eines Musikinstruments, das Schreiben von Gedichten oder das Schneiden von Kurzvideos für Social Media handelt.

Eltern, die die Interessen ihrer Kinder fördern, interessiert bleiben und dann zur Stelle sind, wenn das Motivationstief doch einmal auftritt, geben ihren Kindern den Rahmen, den sie brauchen, um über sich hinaus zu wachsen.

Kinder- und Jugendgesundheit
Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER