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Foodwatch kritisiert: Bei Test bekamen Kinder Energydrink

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Keine gesetzliche Altersgrenze für Verkauf von Energydrinks
©APA/APA/dpa/Archiv/Karl-Josef Hildenbrand
In Großbritannien wird jetzt ein Gesetz verabschiedet, das den Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren verbietet. Auch in Österreich gibt es immer wieder derartige Diskussionen. Ein generelles Verbot gibt es nicht, nur eine Empfehlung. Bei einem Testkauf von Foodwatch Österreich wurde nun Kindern bei der Restaurantkette McDonald's ein derartiges Getränk überlassen, kritisierte die NGO am Freitag in einer Aussendung.

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Seit April verkauft die bei Kindern beliebte Fast-Food-Kette in Österreich den "Tropical Energy Refresher". Beworben werde der Drink mit jugendlichen Slogans wie "Main Character Energy". Foodwatch Österreich schickte drei Testkäuferinnen bzw. -käufer im Alter von acht, elf und 14 Jahren in McDonald's-Filialen in Wien und Umgebung. Das Ergebnis war in allen Filialen identisch: Alle drei Kinder erhielten den Energydrink anstandslos - ohne Ausweiskontrolle, ohne Nachfrage zum Alter und ohne mündlichen Hinweis auf den erhöhten Koffeingehalt.

Auch wenn Mediziner vor den Risiken für Kinder und Jugendliche warnen, gibt es keine gesetzliche Altersgrenze für den Verkauf von Energydrinks. "Unabhängig davon informieren wir unsere Gäste über den erhöhten Koffeingehalt des Produkts", hieß es vonseiten des Unternehmens auf APA-Anfrage. McDonald's weist zudem auf seiner Homepage darauf hin, dass das Getränk, das Koffein und Taurin enthält, für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen sei.

Das Getränk hat laut McDonald's einen Koffeingehalt von 31 Milligramm pro 100 Milliliter. Laut Foodwatch macht das bei einem handelsüblichen Becher rund 93 Milligramm Koffein, mehr als in einer 250-Milliliter-Dose Red Bull. "Für einen durchschnittlichen Zwölfjährigen deckt ein einziges Getränk damit fast 80 Prozent der empfohlenen täglichen Höchstmenge ab. Bis zur Anfrage von Foodwatch war der Koffeingehalt auf der Produktwebsite und am Bestellkiosk nicht ausgewiesen. Erst danach räumte McDonald's Nachbesserungsbedarf ein", so die NGO. "Dass ein achtjähriges Kind bei McDonald's problemlos einen Energydrink mit mehr Koffein als eine Dose Red Bull bekommt, ohne dass irgendjemand nachfragt, zeigt: Wenn es um die Gesundheit von Kindern geht, dürfen wir uns nicht auf Konzerne verlassen. Deshalb brauchen wir dringend eine gesetzliche Altersgrenze, die Kinder wirksam schützt", so Miriam Maurer, Campaignerin bei Foodwatch Österreich.

Länder wie Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Bulgarien und Ungarn hätten bereits ein gesetzliches Mindestalter von 18 Jahren für den Kauf von Energydrinks eingeführt, Norwegen ein Mindestalter von 16 Jahren. Foodwatch Österreich hat deshalb eine Petition ins Leben gerufen.

INFO: Petition von Foodwatch Österreich unter https://go.apa.at/tMYrNVK6)

ARCHIV - In Energydrinks steckt nicht nur ordentlich Koffein, sondern auch viel Zucker. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++

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