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Fitnesstraining für Jugendliche: Worauf Eltern achten sollten

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Wer schon länger regelmäßig selbst im Fitnessstudio trainiert, hat bestimmt schon bemerkt, dass plötzlich immer mehr Jugendliche Kraftsport für sich entdecken. Die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) bestätigt diese Beobachtung mit harten Fakten: Die unter 20-Jährigen zählen zu den stärksten Wachstumstreibern in der Branche. Unter den 15- bis 29-Jährigen ist rund ein Viertel (26 Prozent) Mitglied in einem Fitnessstudio. Befeuert wird der Trend durch Social Media. An sich ist Bewegung gesund und wichtig, für Kraftsport bei Jugendlichen gelten aber besondere Regeln.

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Warum Fitnesstraining für Jugendliche wichtig ist

Sport, idealerweise als Kombination aus Kraft- und Ausdauersport, ist auf vielen Ebenen förderlich. Kinder und Jugendliche, die schon früh die Vorteile und Freude an Bewegung entdecken, sollten unbedingt unterstützt werden. Auf physiologischer Ebene hilft sie, Übergewicht vorzubeugen, stärkt das Herz-Kreislauf-System, sorgt für starke Knochen, Gelenke und Muskulatur und fördert die Koordination sowie den Gleichgewichtssinn. Sportliche Kinder und Jugendliche sind zudem seltener krank. Zudem fördert Sport die Bildung neuer Nervenzellen im Gehirn.

Auf psychischer Ebene profitieren sportliche Kinder und Jugendliche von mehr Selbstvertrauen, weniger depressiver Verstimmungen und mentaler Stärke. Teamgeist, Freundschaften und Stressabbau ergeben sich fast nebenbei. Grundsätzlich sollten sich Kinder und Jugendliche täglich mindestens 60 Minuten bei mittlerer bis hoher Anstrengung bewegen.

Kinder im Fitnessstudio? Welche Regeln gelten:

Je vielfältiger das Bewegungsprogramm ist, desto höher ist die Chance, dass der Nachwuchs dranbleibt. Krafttraining kann eine sinnvolle Ergänzung zu Ausdauersportarten darstellen, vorausgesetzt, man beachtet ein paar Regeln:

  • Es gibt in Österreich kein gesetzliches Mindestalter für eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Jedes Studio legt in seinen AGB fest, was es erlaubt

  • Ab 16 kann man in den meisten Studios selbstständig trainieren

  • Ab 15: Das ego4you Juniors Fitness Angebot der Merkur Versicherung ermöglicht Fitnesstraining und -check für Jugendliche ab 15 Jahren in ausgewählten Fitnessstudios mit professioneller Betreuung für 6 Monate

  • Ab 14 oder 15 kann man in großen Ketten in Begleitung eines Erziehungsberechtigten trainieren (Aufsichtspflicht!)

Sport soll Spaß machen und keinesfalls zur Sucht werden!

Ist Fitnesstraining für Kinder gesund? Wie sieht es bei Jugendlichen aus?

Lange hielt sich der Mythos, Krafttraining würde dem Wachstum von Kindern schaden. Dieser ist von der Sportwissenschaft aber längst widerlegt. Die Voraussetzung ist natürlich, dass richtig trainiert wird, um Verletzungen und Fehlbelastungen zu vermeiden.

  • Ab ca. 10 Jahren sind einfache Übungen an Kindergeräten unter Aufsicht von Fachpersonal möglich; Cardio-Geräte und Training mit dem eigenen Körpergewicht sind unproblematisch

  • Ab ca. 13 Jahren kann der Einstieg in strukturiertes Training erfolgen. Wichtiger als das bewegte Gewicht ist die saubere Ausführung! Der Fokus sollte auf Wiederholungen liegen. Gerade in der Pubertät ist der Körper (Sehnen, Knochen, Knorpel) für Verletzungen anfällig

  • Übungen, bei denen viel Gewicht von oben auf der Wirbelsäule lastet (Hackenschmidt, Back Rack Walking Lunge, Schulterdrücken im Stehen) sollten im Wachstum vermieden werden

  • Nicht alleine drauflos trainieren lassen! YouTube Videos und Fitfluencer sind nicht ausreichend. Ausgebildetes Trainingspersonal muss regelmäßig überprüfen, ob die Übungen richtig (Kraftausdauer statt Maximalkraft) ausgeführt werden

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Worauf "Gymteens"-Eltern achten sollten

Grundsätzlich spricht also sehr wenig gegen Jugendliche im Gym. Dennoch sollten Eltern immer ein Auge auf die Gesamtsituation haben. Durch Social Media ist es einfach, an die falschen Vorbilder zu geraten. Beobachten Sie, ob das Körperbild Ihres Kindes der Realität entspricht; Supplements wie Kreatin, Trainingsbooster oder Whey-Protein sind für Erwachsene. Bei Kindern und Jugendlichen ist eine ausgewogene Ernährung für den Muskelaufbau ausreichend. Sport soll Spaß machen und keinesfalls zur Sucht werden! Mehr als dreimal Krafttraining pro Woche ist nicht sinnvoll, denn auch Regeneration ist ein wichtiger Baustein für effektives Training!

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