Wien erweitert sein Netz begrünter Straßenbahngleise: Bis Ende Oktober sollen bei mehreren Linien insgesamt 600 Meter neue Grüngleise entstehen. Derzeit gibt es in der Stadt rund zwölf Kilometer begrünte Gleisanlagen.
Die Wiener Linien bauen ihre Grüngleise weiter aus. Bei der Verlängerung der Linie 18 wurde im Bereich des Ernst-Happel-Stadions bereits ein rund 70 Meter langer begrünter Abschnitt errichtet. Weitere Grüngleise entstehen bei der Linie 1 in der Windtenstraße sowie in der Pantucekgasse und Simmeringer Hauptstraße bei den Linien 11 und 71. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.
Rund zwölf Kilometer Grüngleise in Wien
Grüngleise gibt es mittlerweile auf zahlreichen Wiener Straßenbahnlinien. Rund 8,5 Kilometer sind als Rasengleis ausgeführt, etwa zwei Kilometer mit begrünten Lochplatten und knapp zwei Kilometer mit Sedum bepflanzt.
Die begrünten Gleisanlagen können Regenwasser aufnehmen und speichern. Durch Verdunstung tragen sie zur Kühlung bei, zudem können die Pflanzen Staub binden. Je nach Bauweise lässt sich auch die Schallausbreitung reduzieren.
Sedum soll häufiger zum Einsatz kommen
Künftig wollen die Wiener Linien verstärkt auf Sedum setzen. Die niedrig wachsenden Pflanzen speichern Wasser in ihren Blättern und kommen vergleichsweise gut mit Trockenheit und hohen Temperaturen zurecht.
„Wir prüfen bei allen Bim-Neubauprojekten und Modernisierungen, ob ein Grüngleis möglich ist“, sagt Wiener Linien Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.
Voraussetzung ist allerdings ein eigener Gleiskörper. Dort, wo Straßenbahnen ihre Fahrbahn regelmäßig mit Autos, Bussen oder Einsatzfahrzeugen teilen, sind begrünte Gleise in der Regel nicht möglich.
