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Rotax aus Gunskirchen: Der Kartmotor, mit dem Max Verstappens Karriere begann

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©BRP-Rotax

BRP-Rotax baut in Oberösterreich die Motoren für eine der größten Kartserien der Welt. Vom 7. bis 14. November 2026 kämpfen in Portimão mehr als 420 Fahrerinnen und Fahrer aus über 60 Nationen um den Titel.

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Was verbindet den vierfachen Formel-1-Weltmeister Max Verstappen mit dem oberösterreichischen Gunskirchen? Ein Kartmotor. Von 2006 bis 2009 fuhr der Niederländer in der Rotax Mini Max Klasse, mit Antrieben, die BRP-Rotax an seinem Standort in Gunskirchen entwickelt und produziert. Verstappen ist kein Einzelfall: Zahlreiche heutige Profi-Rennfahrer haben in Karts mit Rotax-Antrieb ihre Leidenschaft für den Rennsport entdeckt.

Vom Zweitakter zur eigenen Rennserie

Der Kartsport gilt weltweit als Sprungbrett in den professionellen Motorsport. Rotax stieg 1972 ein, als sich zeigte, dass die hauseigenen Zweitaktmotoren dafür gut geeignet sind. Zunächst entstanden Motoren für Rennserien des internationalen Kart-Dachverbands CIK-FIA. 1999 rief das Unternehmen mit der Rotax Max Challenge einen eigenen Markenpokal ins Leben.

Gleiche Motoren für alle

Das Prinzip der Serie: Alle Karts starten mit identischen, verplombten Motoren aus Gunskirchen. Teures Tuning ist damit ausgeschlossen, über den Sieg soll das fahrerische Können entscheiden und nicht das Budget. Jährlich nehmen weltweit mehr als 15.000 Fahrerinnen und Fahrer auf allen fünf Kontinenten an der Rotax Max Challenge teil.

„Für Rotax ist Kartsport weit mehr als ein Markt. Er ist das Fundament des Rennsports“, sagt Peter Ölsinger, Mitglied der Geschäftsführung von BRP-Rotax. Ziel sei es, den Einstieg so fair und zugänglich wie möglich zu gestalten, unabhängig davon, wie viel Geld jemand zur Verfügung habe.

Leihkart statt eigenem Material

Um die Hürden weiter zu senken, setzt das Unternehmen gemeinsam mit Partnern auf den neu geschaffenen Rotax Racing Club. Nach dem Prinzip „Arrive & Drive“ bringen Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur Helm, Rennanzug und ihr Talent mit. Betriebsbereite Karts samt technischer Betreuung werden vor Ort gestellt. Das soll die Kosten für ein Rennwochenende deutlich senken, von der lokalen Kartbahn bis zu internationalen Finals.

Elektrisch auf der Kartbahn

Neben Zweitaktmotoren fertigt BRP-Rotax in Gunskirchen auch rein elektrische Kartantriebe, für die es eine eigene Klasse in der Rotax Max Challenge gibt. Laut Unternehmen handelt es sich um den weltweit einzigen E-Kart-Antrieb mit Zulassung der CIK-FIA. Ausprobieren lässt sich die Technik im Rotax Max Dome in Linz, einem E-Kart-Zentrum mit Indoor-Rennstrecke und interaktivem Tunnel.

Weltfinale in Portimão

Höhepunkt der Saison sind die 26. Rotax Max Challenge Grand Finals vom 7. bis 14. November 2026 im portugiesischen Portimão. Mehr als 420 Fahrerinnen und Fahrer aus über 60 Nationen treten dort eine Woche lang unter exakt gleichen technischen Voraussetzungen gegeneinander an. Die Rennen werden als Livestream auf den Rotax-Racing-Kanälen bei Instagram, Facebook und YouTube übertragen.

„Die Grand Finals stehen für echten Rennsport, technische Chancengleichheit und reine Fahrkunst“, sagt Ölsinger. Wer weiß, so der Manager, in welchen internationalen Topserien man die Talente aus Portimão in wenigen Jahren wiedersehe.

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