Im sechsten Wiener Gemeindebezirk hat das Hotel Schani Naschmarkt eröffnet, der sechste Standort der Schani Hotels. Wiener Jugendstil trifft auf smarte Technologie und, ab 30. September, auf die neue Rooftop-Bar Vieami mit Miami-Flair über den Dächern der Stadt.
Mit dem Hotel Schani Naschmarkt hat die Wiener Hotelgruppe Schani Hotels ihren sechsten Standort eröffnet. Das Boutique-Hotel liegt an der Linken Wienzeile im sechsten Bezirk, unweit des Naschmarkts, und verbindet auf neun Stockwerken Wiener Jugendstil mit moderner Technik. 90 Zimmer, ein digitaler Avatar als Check-in-Begleiter und die im September folgende Rooftop-Bar Vieami machen das Haus laut Betreiber zu einem der aufwendigsten Projekte der Gruppe.
Architektonisch zeichnet erneut Gabriel Kacerovsky vom Büro Archisphere verantwortlich, das bereits frühere Schani-Projekte begleitet hat. Auch Michael Widmann von der PKF hospitality group war wieder an der Entwicklung beteiligt.
Jugendstil im Erdgeschoß, Miami im neunten Stock
Schon im Erdgeschoß treffen gedämpfte Farben, Metallakzente und Handwerkskunst auf eine Gestaltung, die sich an den großen Namen des Wiener Jugendstils orientiert: Josef Hoffmann, Otto Wagner und Joseph Maria Olbrich. Aluminium und Messing sowie klare Linien sollen eine Atmosphäre schaffen, die geschichtsbewusst und zugleich zeitgemäß wirkt. Die Lobby ist wie eine Lounge gestaltet.
Das Design nimmt auch Bezug auf die industrielle Vergangenheit des sechsten Bezirks, einst ein Zentrum der Textil- und Metallindustrie, wovon etwa der Name der nahe gelegenen Webgasse noch zeugt. Ein weiterer Bezugspunkt ist die Modeschöpferin Emilie Louise Flöge, Wegbegleiterin Gustav Klimts, die einst einen Modesalon nahe der Mariahilfer Straße führte, dessen Gestaltung von der Wiener Werkstätte geprägt war. Je höher man im Haus kommt, desto lebendiger und leichter wird die Farbwelt, bis sie im neunten Stock in eine völlig andere Atmosphäre übergeht.
Digitaler Avatar übernimmt den Check-in
Auch technologisch setzt das Hotel Schani Naschmarkt auf Neuerungen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO kommt ein digitaler Avatar zum Einsatz, der Gäste über einen Monitor durch den gesamten Check-in begleitet, von der Eingabe persönlicher Daten und Ausweisinformationen über Unterschrift und Rechnungsadresse bis zur Ausgabe des Zimmerschlüssels. Während des Aufenthalts beantwortet der Avatar zudem Fragen etwa zu Frühstücks- und Check-out-Zeiten, Parkmöglichkeiten oder Zimmerreinigung und gibt Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen in Wien. Über die sogenannte Guest Journey lassen sich zudem Extras wie Frühstück, Late Check-out oder ein Babybett hinzubuchen.
„Die langjährige Partnerschaft mit den Schani Hotels im FutureHotel Innovation Network zeigt, wie aus Forschung konkrete Innovationen für die Hotellerie entstehen. Aufbauend auf unseren Entwicklungen für die digitale Gästereise markiert der Schani-Avatar als virtueller Gastgeber nun den nächsten Meilenstein hin zum vernetzten Hospitality-Ökosystem“, sagt Vanessa Borkmann, Initiatorin und Leiterin des FutureHotel Innovationsnetzwerks am Fraunhofer IAO.
Vieami: Rooftop-Bar mit Blick über die Stadt
Ganz oben, im neunten Stock, eröffnet am 30. September mit Vieami eine neue gastronomische Adresse über den Dächern Wiens. Der Name verbindet Vienna und Miami, und genau das ist das Konzept: Wiener Identität trifft auf internationalen Lifestyle, Art-Déco-Elemente auf ein modernes Food-, Bar- und Musikkonzept. Die Küche interpretiert südamerikanische Aromen mit asiatischen Einflüssen, im Mittelpunkt steht Social Dining: Statt klassischer Menüfolgen kommen mehrere Gerichte gemeinsam auf den Tisch.
Auch die Barkarte spielt mit dem Gegensatz zwischen Miami und Wien. Signature Cocktails wie Miami Nights, South Beach Spritz, Flamingo Collins oder der Tropical Kaiserschmarrn, bei dem Marille und Topfen auf Rum treffen, sollen das Vieami-Lebensgefühl ins Glas übersetzen. Vieami soll sich dabei bewusst nicht wie klassische Hotelgastronomie anfühlen, sondern als eigenständiger Treffpunkt für Hotelgäste ebenso wie für Wienerinnen und Wiener funktionieren.
„Dieses Haus ist für uns weit mehr als ein Hotel, es ist eine Bühne für die Geschichte Wiens und gleichzeitig ein sehr zeitgemäßer Blick nach vorne“, sagt Benedikt Komarek, CEO und Co-Founder der Schani Hotels.
Nachhaltigkeit und Zahlen zum Haus
Das Hotel Schani Naschmarkt ist EU-GreenBuilding-zertifiziert und setzt auf ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept: eine hochwertige thermische Gebäudehülle, ein auf Energieeffizienz ausgerichtetes Haustechnikkonzept sowie eine intelligente Gebäudesteuerung, die über Sensoren Temperatur, Luftfeuchtigkeit und CO₂-Werte reguliert. Ergänzt wird das Konzept unter anderem durch Photovoltaik, Fernwärme, Ökostrom, begrünte Dachflächen sowie bio- und Fairtrade-zertifizierte Bett- und Frottierwäsche.
Die 90 Zimmer sind zwischen 19 und 30 Quadratmeter groß, die Preise beginnen laut Betreiber bei 139 Euro. Das Hotel Schani Naschmarkt ist bereits der zweite neue Standort der Gruppe im Jahr 2026. Markus Marth, Geschäftsführer der Schani Hotels, sieht darin eine Fortsetzung der bisherigen Linie: starke Gestaltung, lokale Verwurzelung und neue Technologien, die den Aufenthalt für die Gäste erleichtern sollen.
