Das BMW Group Werk Steyr übernimmt eine zentrale Rolle bei der Industrialisierung der nächsten Generation von Brennstoffzellensystemen. Während der BMW iX5 Hydrogen weiter erprobt wird, entstehen in Oberösterreich bereits Prüfstände und Produktionsanlagen für eine spätere Serienfertigung.
BMW treibt die Entwicklung seines Wasserstoff-Antriebs weiter voran. Das Brennstoffzellensystem der dritten Generation geht in eine neue Prototypenbauphase. Parallel zur Erprobung des BMW iX5 Hydrogen rückt damit zunehmend die Vorbereitung auf eine mögliche industrielle Serienfertigung in den Mittelpunkt.
Eine zentrale Rolle übernimmt dabei das BMW Group Werk Steyr. Gemeinsam mit dem Entwicklungsstandort München sollen dort Prüfmethoden, Fertigungsprozesse und Produktionsanlagen für die neue Technologie vorbereitet werden.
Im Fokus der aktuellen Entwicklung stehen laut BMW eine höhere Effizienz, eine kompaktere Bauweise und eine höhere Leistungsfähigkeit des Brennstoffzellensystems. In Steyr wird die Technik auf Prüfständen unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen getestet.
Produktionsfläche in Steyr wird umgebaut
Auch die Vorbereitungen für die Fertigung haben begonnen. Die künftige Produktion der Brennstoffzellensysteme soll auf einer Fläche entstehen, auf der bisher V8-Ottomotoren montiert wurden. Dafür werden bestehende Anlagen angepasst und neue Fertigungsprozesse entwickelt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden parallel für die neuen Aufgaben qualifiziert. Erste Beschäftigte absolvieren Schulungen im Wasserstoff-Kompetenzzentrum des Konzerns in München.
Für das Werk Steyr bedeutet das einen weiteren Schritt bei der Transformation des Standorts. Neben Verbrennungsmotoren und elektrischen Antrieben soll künftig auch die Brennstoffzellentechnologie Teil der Entwicklungs- und Produktionskompetenz in Oberösterreich sein.
Wasserstoff soll Elektroantrieb ergänzen
BMW sieht Brennstoffzellenfahrzeuge als Ergänzung zu batterieelektrischen Modellen, insbesondere für Anwendungen mit hohen Reichweiten, kurzen Betankungszeiten und einem hohen Bedarf an Flexibilität.
Beim BMW iX5 Hydrogen arbeiten Brennstoffzellensystem, Elektromotor, Hochvoltbatterie und Wasserstoffspeicher zusammen. Die derzeit laufenden Tests und der Aufbau der Produktionsstrukturen in Steyr sollen die Grundlage für ein künftiges Wasserstoff-Serienfahrzeug des Herstellers schaffen.
