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Test: Möbelkauf im Internet

In Kooperation mit der ÖGVS – Gesellschaft für Verbraucherstudien
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Aktualisiert
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5 min
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Während die Lieferung von Möbeln meist problemlos funktioniert, können Retouren manchmal mühsam werden.

©iStock

Gut gestaltete Webshops machen den Onlinekauf von Möbeln zum Kinderspiel. Doch es gibt zwischen den Anbietern Unterschiede. Das zeigt eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS).

Wenn Sie Ihre Einrichtungsgegenstände online bestellen, sind Sie in guter Gesellschaft: Möbel stehen auf Platz 3 der größten Umsatzbringer im sogenannten Distanzhandel. Eine Möbelkette ohne Onlineshop gibt es im Jahr 2025 nicht mehr. Die Webshops von fünf Möbelhändlern –Ikea, Jysk, Möbelix, Mömax und XXXLutz – hat die Gesellschaft für Verbraucherstudien (ÖGVS) in einer aktuellen Studie nun genau geprüft. Die Ergebnisse in vier Testkategorien ergaben die Gesamtwertung.

  1. Angebotsbreite: Wie umfangreich ist das Angebot? Welche Preisspannen werden geboten? (40 % des Gesamtwerts)

  2. Transparenz & Komfort: Wie transparent und komfortabel sind die Onlineshops gestaltet? (25 % des Gesamtwerts)

  3. Lieferservice: Wie problemlos sind Lieferung und Rücksendung der Testbestellungen gelaufen? Wie sind die Konditionen gestaltet? (15 % des Gesamtwerts)

  4. Kundendienst: Hat das Personal die Mystery Shopper freundlich behandelt und kompetent beraten? (20 % des Gesamtwerts)

Gutes Sortiment bei Basics

Eltern haben es auch beim Online-Möbelkauf etwas schwerer als kinderlose Haushalte. Kinderbetten führen zwar fast alle Anbieter, aber bei Wiegen und Stubenwägen wurden die ÖGVS-Fachleute nur in zwei Onlineshops fündig. „Laufgitter für Babys und Kleinkinder hatte im Test nur XXXLutz im Online-Angebot“, ging Studienleiterin Anne Hermanns ins Detail.

Kaum Beanstandungen gab es hinsichtlich der Wohn-Basics in den gängigen Produktkategorien wie Schlaf-, Wohn-, Ess- und Arbeitszimmer. „Hier warteten fast alle Onlineshops der Möbelhäuser mit einem durchaus umfangreichen Sortiment auf“, berichtet Hermanns, „wobei sich Produkte für die kleine Geldbörse vor allem in den Onlineshops von Ikea, Jysk, Möbelix und Mömax fanden.“ Der Shop von XXXLutz hingegen offeriere sowohl günstige als auch hochpreisige Produkte.

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 © ÖGVS

Was die Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit ihrer Onlineshops betrifft, schnitten die Möbelhäuser allesamt mit guten Noten ab, für drei gab es sogar ein „Sehr gut“. Das begründet Hermanns so: „Die Produktbeschreibungen der einzelnen Anbieter erwiesen sich bis auf wenige Ausnahmen als sehr ausführlich, das Bildmaterial vermittelte meist einen guten Eindruck von den Produkten.

Eine Übersicht der generellen Lieferzeiten und konkreten Kosten war bei den meisten Anbietern innerhalb der Beschreibung verlinkt. Bei drei Anbietern waren sogar die Lieferkosten direkt in der Produktbeschreibung angegeben.“ Punkteabzug gab es, wenn Funktionalitäten wie etwa, Produkte direkt aus der Trefferliste in den Warenkorb zu legen, fehlten. „Auch bei den Filteroptionen zeigte sich ein eher gemischtes Bild“, sagt Hermanns, „so ermöglichten nur drei Shops eine gezielte Suche nach Bewertungen.“

XXXLutz erfüllte die Testkriterien am besten

Anne HermannsStudienleiterin
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 © Beigestellt

Retouren teils mühsam

Wer sich das neue Möbelstück nicht selbst in der Filiale abholt, sondern es zustellen lässt, kann sich in den meisten Fällen auf den Lieferservice verlassen. „Die Lieferung erfolgte in immerhin 80 Prozent der Fälle innerhalb der auf der Anbieterseite ausgewiesenen Lieferfrist“, berichtet Hermanns. Die Waren der Testbestellungen seien immer unversehrt angekommen und meist angemessen verpackt gewesen.

Retouren können mühsam werden: Kleine Möbel schickt man zwar einfach mit dem kostenlosen Retourenetikett zurück, aber bei großen Stücken braucht man die Spedition. „Vereinzelt war das mit mehrfachem Nachhaken seitens der Testerinnen und Tester verbunden“, sagt Hermanns, und nur in 60 Prozent der Fälle konnte innerhalb einer Woche ein Abholtermin mit der Spedition vereinbart werden.“

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 © ÖGVS

Als erfreulich bewertete Hermanns Test die Erreichbarkeit des Kundendiensts. „In 96 Prozent der Fälle wurde spätestens beim zweiten Anrufversuch nach durchschnittlich 23 Sekunden Wartezeit abgehoben.“ Immerhin in 86 Prozent der Fälle hätten die Anrufenden dann auch eine korrekte Antwort auf die gestellte Frage bekommen.

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