ABO

Steirischer Wintertourismus setzt auf Heimmarkt und Nachbarn

Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Steiermarks Tourismusreferent Mario Kunasek (l.) und Tourismusgeschäftsführer Feiertag
©PETER KOLB, APA
Der steirische Wintertourismus hat vor Saisonbeginn die ersten Schwünge gesetzt: Steiermark Tourismus-Geschäftsführer Michael Feiertag nannte zwar den Heimmarkt den "allerwichtigsten", doch seien die östlichen Nachbarn ein "riesengroßer" Potenzialmarkt. Tourismusreferent und LH Mario Kunasek (FPÖ) bekräftigte das steigende Interesse aus den "Nahmärkten". Entsprechend fielen u. a. die Marketingaktivitäten für das Winterland Steiermark aus, rund 1,7 Mio. Euro werden eingesetzt.

von

News auf Google bevorzugen

Kunasek pries bei der Wintertourismus-Pressekonferenz am Mittwoch in Graz die Zahlen aus dem Winter 2025/26 - alleine bei den Nächtigungen internationaler Gäste habe man um 3,8 Prozent auf 2,929 Mio. zugelegt, ein Plus in absoluten Zahlen um 103.670 Nächtigungen. Gesamt lag man im vergangenen Winter bei 6,069 Mio. Übernachtungen, ein Plus von 2,1 Prozent bzw. 125.765 zusätzlichen Übernachtungen. Besonders bemerkenswert sei der Zuwachs um rund 25 Prozent bei den Gästen aus Tschechien gewesen. Zehn Märkte seien in einer Studie unter die Lupe genommen worden, 63 bis 80 Prozent der Befragten gaben an, einen Winterurlaub geplant zu haben.

Österreich sei in allen Märkten (Deutschland, Ungarn, Tschechien, Polen, Niederlande, Slowakei, Italien, UK und Österreich selbst) unter den zwei führenden Destinationen. Viele hätten aber noch nicht gebucht, zwischen 18 bis 31 Prozent - "da kann man noch überzeugen", sagte Kunasek. Wichtig sei auch die Qualitätsoffensive Hotellerie des Landes, die mit 5,5 Mio. Euro dotiert sei. Dazu kämen Events wie das Skiopening mit Helene Fischer und das 30-jährige Jubiläum des Nightrace in Schladming. "Man schaut schon sehr neidvoll auf die steirische Tourismus-Aktivitäten", zog Kunasek den Bundesländervergleich.

Feiertag sprach von einem ungebrochen hohem Interesse an der Steiermark, unter anderem auch im kulinarischen Bereich. "Das Interesse wird immer größer, gerade im Osten sehen wir einen riesengroßen Potenzialmarkt." Man setze zum Beispiel auf Video als digitale Werbeform, aber auch auf Steiermark-Werbungen etwa auf den Prager Straßenbahnen.

Erstmals erschließe man mit Ads auf ChatGPT einen neuen digitalen Werbekanal. Ein Vorteil sei die Nähe zu den östlichen Märkten: "Aus dem Großraum Wien-Bratislava ist man in zwei Stunden mit dem Pkw etwa am stimmungsvollen Pöllauer Advent in der Oststeiermark."

Zur Art der Anreise der Gäste befragt, meinte Feiertag, diese erfolge überwiegend individuell. Rund 90 Prozent kämen mit dem Pkw, die Anreise per Bahn würden rund 8 Prozent der Gäste in Anspruch nehmen. Allerdings liefere der öffentliche Verkehr ein zusehends starkes Angebot, etwa jetzt schon mit der Koralmbahn, und in Hinkunft mit der Fertigstellung des Semmeringbasistunnels. Da werde man gerüstet sein.

GRAZ - ÖSTERREICH: FOTO: APA/PETER KOLB

Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER