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Besucher tauchen in der Schau, die bis 15. November zu sehen ist, in ein Jahrzehnt mit Konflikten und Friedensinitiativen, Pop, Rock und Punk sowie Umweltbewegungen und technischem Fortschritt ein. Thematisch bunt gemischt wird ein Überblick über die Dekade und Ereignisse im In- und Ausland gegeben - von der Situation am Eisernen Vorhang über die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 bis zum Fall der Berliner Mauer 1989, aber auch vom Musical "Cats" über Ski-Erfolge und Stars bis zur Besetzung der Hainburger Au und der Entscheidung für St. Pölten als Landeshauptstadt.
Einen zentralen Bestandteil der Ausstellung mit über 500 Objekten in 17 Räumen bilden persönliche Erinnerungsstücke. Viele davon entstammen einem Sammelaufruf, der über 700 Einreichungen brachte, erzählte Zerovnik. Mehr als 200 private Leihgeberinnen und Leihgeber haben Gegenstände zur Verfügung gestellt: Vom Setzkasten über Monchhichi und einem Strickpulli mit ORF-Testbild bis hin zum Teilnehmer-T-Shirt von der Kinder-Quizshow "1, 2 oder 3". Einige Objekte stammen von der Kuratorin selbst - etwa ein Rubik's Cube, ein Schachcomputer, ein Walkman und ein Röhrenfernseher. "Die große Geschichte verbindet sich mit der kleineren, persönlichen Geschichte. Die Frage ist: Was bleibt von den 80ern?", so Zerovnik.
Unterteilt ist die Ausstellung in Themen-, Zeit- bzw. Erinnerungsräume, erklärte Christina Zettl vom BUERO41A, das die nach dem postmodernen Motto "Anything goes" gestaltet hat. Besucher sollen sich fühlen "wie in einer Zeitmaschine - nur ohne Retro-Kitsch". Im "Designhimmel" hängt Mode der 80er, eine "Bravo"-Wand ist voll mit Starpostern, ein weiterer Raum zeigt ein zwischen West und Ost geteiltes Wohnzimmer mit damaligen Alltagsgegenständen.
Auch die Musik spielt eine wichtige Rolle beim Rundgang - in "Chartklappen" sind Nummer-eins-Hits der jeweiligen Jahre zu hören, in einem "Plattenladen" samt Silent Disco sind u.a. ein Glitzer-BH von Madonna, eine Gitarre von Bruce Springsteen und die rote Jacke, mit der Falco bei seinem Hit "Rock me Amadeus" auf der Bühne stand, ausgestellt.
Die Besucher sind auch zum Mitmachen aufgerufen, etwa bei einer Fotobox mit Requisiten oder beim Erkennen von Filmzitaten. Mitraten können Gäste auch bei einer Toninstallation mit Geräuschen - vom Heimfilmprojektor bis zum Schwingen einer Telefonzellen-Tür.
Nach den 50ern im Jahr 1985, "Die 60er. Beatles, Pille und Revolte" mit mehr als 221.000 Besuchern im Jahr 2010 und "Die 70er - Damals war Zukunft" mit knapp 170.000 Gästen 2016 stehen nun die 80er im Mittelpunkt einer Schau. Die Jahrzehnt-Ausstellungen seien immer "sehr gut besucht" gewesen, sagte Schallaburg-Geschäftsführer Erwin Klissenbauer: "Wir würden uns freuen, wenn wir heuer auch mit den '80ern' in die Nähe der Besucherzahlen der letzten Ausstellungen zu den '60ern' und den '70ern' auf der Schallaburg kommen könnten." Im Vorjahr wurden mit "Träume ... träumen" rund 102.000 Gäste verzeichnet.
(S E R V I C E - Schallaburg: Ausstellung "80er - Grenzen waren gestern.", 11.4.-15.11.2026, Infos: www.schallaburg.at)
SCHALLABURG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/Schallaburg/Gruppe am Park/Gruppe am Park






