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Nach Angaben des italienischen Statistikamtes Istat verzeichnete der Sektor der Kurzzeitmieten im ersten Quartal 2026 mehr als 6,9 Millionen Ankünfte und 25,3 Millionen Übernachtungen. Laut dem italienischen Sektorverband AIGAB waren im Juni 2026 rund 492.000 Zweitwohnungen auf dem Markt aktiv. Etwa 123.000 davon wurden von spezialisierten Unternehmen verwaltet. Damit lag die Zahl dieser Unterkünfte über der Zahl der Hotelbetriebe.
Die Digitalisierung hat die Vermarktung und Buchung von Unterkünften grundlegend verändert. Zwischen 2018 und 2024 stieg die Zahl der über die wichtigsten Online-Plattformen gebuchten Übernachtungen in Italien von rund 66 Millionen auf 127 Millionen - ein Plus von 92 Prozent.
2025 entfielen in Italien rund 139 Millionen Übernachtungen auf Vermittlungen über Airbnb, Booking und Expedia. Zugleich ist der regulatorische Rahmen komplexer geworden. Mit der Einführung einer nationalen Datenbank für Beherbergungsbetriebe und des Identifikationscodes (CIN) wurden weitere Instrumente zur Erfassung und Nachverfolgbarkeit des Marktes in Italien eingeführt.
Die EU-Kommission will inzwischen die Regeln für Kurzzeitvermietungen von Wohnungen verschärfen und damit Anbieter wie Airbnb stärker regulieren. Die Brüsseler Behörde schlug zuletzt mit dem "Affordable Housing Act" entsprechende Regeln vor, um der Wohnungsknappheit in Tourismus-Hochburgen entgegenzuwirken. Der Vorstoß zielt zudem darauf ab, die Vorschriften in ganz Europa zu harmonisieren.
Bisher gehen Städte wie Paris, Barcelona oder Venedig mit unterschiedlichen Regeln gegen die Vermietungsplattformen vor, was wiederholt zu Rechtsstreitigkeiten führte. Zudem hatten in der Vergangenheit vor allem junge Menschen gegen die Wohnungsknappheit und steigende Mieten durch den Boom bei Ferienwohnungen protestiert.